Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Prognosen deutlich nach unten revidiert. Wie die Pariser Organisation heute in einem Zwischenbericht bekanntgab, geht sie davon aus, dass 2009 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im OECD-Raum um 4,3 Prozent und in der Euro-Zone um 4,1 Prozent schrumpft. Auch für 2010 geht die OECD von einem leichten Negativwachstum von 0,1 Prozent aus.
Arbeitslosenrate steigt auf 8,4 Prozent
Die Arbeitslosenrate wird nach Ansicht der OECD heuer auf 8,4 Prozent im OECD-Raum steigen, in der Euro-Zone auf 10,1 Prozent. 2010 wird ein weiterer Anstieg auf 9,9 Prozent in den OECD-Ländern und auf 11,7 Prozent in der Euro-Zone erwartet.
Welthandel bricht um 13 Prozent ein
Düstere Prognosen hat die OECD auch für den Welthandel. Sie geht davon aus, dass die weltweiten Handelsströme heuer um 13,2 Prozent einbrechen und sich 2010 dann leicht erholen und um 1,5 Prozent steigen.
Weltbank: Schlimmster Einbruch seit 80 Jahren
Ähnlich auch die Prognosen für die Weltkonjunktur, die heute von der Weltbank präsentiert wurden. Demnach schrumpft die globale Wirtschaft in diesem Jahr um dramatische 1,7 Prozent. Der Welthandel werde um mehr als sechs Prozent einbrechen - so stark wie seit 80 Jahren nicht mehr, heißt es im Wirtschaftsausblick der Weltbank. In der Euro-Zone wird die Wirtschaft der Studie zufolge um 2,7 Prozent schrumpfen.
OECD: "Tiefgreifende Rezession"
"Die Weltwirtschaft befindet sich inmitten der tiefgreifendsten Rezession, die wir zu unseren Lebzeiten je gesehen haben und die überdies in einzigartiger Weise synchron verläuft - eine Rezession, die durch eine globale Finanzkrise ausgelöst und durch das Zusammenbrechen des Welthandels verschärft wurde", schreibt die OECD in ihrem Zwischenbericht.