Mit Streiks und Massenkundgebungen demonstrieren die französischen Gewerkschaften heute gegen die Krisenpolitik von Präsident Nicolas Sarkozy. Den Auftakt machten gestern Abend bereits die Eisenbahner und die Beschäftigten einer Raffinerie des Ölkonzerns Total.
Neben dem Fernverkehr war heute in vielen Städten der öffentliche Nahverkehr stark beeinträchtigt. Zahlreiche Schulen blieben geschlossen.
Anders als bei früheren Konflikten legen die Gewerkschaften den Schwerpunkt der Proteste diesmal allerdings auf Demonstrationen und nicht auf Streiks, weil sich viele Kurzarbeiter weitere Lohnausfälle nicht leisten können. Landesweit werden mehrere Millionen Demonstranten erwartet. Premierminister Francois Fillon verzichtete wegen des Protesttages auf eine Teilnahme am EU-Gipfel in Brüssel.