Lagerfeld nun zum Kuscheln: Steiff-Bär designt

Modedesigner Karl Lagerfeld (69) hat einen Teddybären für den traditionsreichen Stofftierhersteller Steiff entworfen. Sein Modell: der Meister höchstpersönlich - mit Sonnenbrille, weißem Hemd und schwarzer Krawatte. "Ich interessiere mich nur für mich selbst und mein Spiegelbild", sagte der Designer laut einer Mitteilung des Familienunternehmen Steiff im baden-württembergischen Giengen an der Brenz von gestern.

Warum solle er also nicht auch für einen Teddybären sein Abbild zur Verfügung stellen. Eine Zinnfigur und Videospiele schmückt das Konterfei des Modeschöpfers bereits. "So etwas liebe ich", sagte der 69-Jährige.

Schnitte aus Lagerfeld-Atelier
Für jeweils 1.000 Euro sind die 40 Zentimeter großen, handgefertigten Schmusetiere zu haben. Der Bär trage die typischen Kleidungsstücke und Accessoires des Designers, teilte Steiff mit. Dazu gehören eine schwarze Brille, eine schwarze Seidenkrawatte sowie ein weißes Hemd mit Stehkragen und Knopfleiste. Die Schnitte für Jeans und Jacke stammen aus Lagerfelds Pariser Atelier. Dabei überwachte er die Anproben der Kleidungsstücke persönlich.

"Puppen machen mir Angst"
Als Kind hatte Lagerfeld selbst einen Steiff-Teddy. "Das hat aber nur kurze Zeit gedauert. Ich bin nicht allzu lange ein Kind geblieben."

Puppen hingegen verabscheue der Designer. "Sie machen mir Angst. Jedes ähnliche Abbild der menschlichen Form erfüllt mich mit Entsetzen." Tiere und Plüschtiere hingegen würden immer schlafen und niemanden stören. "Ich liebe Tiere sehr. Vor allem, wenn sie mit Baumwolle oder Polyester gestopft sind. So kann man am besten sicherstellen, dass sie nicht beißen, nicht fressen, nicht schlecht riechen und ihre Sachen nicht schmutzig machen."

Dass seine Feinde den Bären als Voodoo-Puppe nutzen könnten, stört den Designer jedenfalls nicht. "Auf alle Fälle besteht keine Gefahr, dass mir derartige schwarze Magie etwas anhaben kann. Ich habe meine Seele schon vor langer Zeit dem Teufel verkauft", sagte er. Außerdem könnten ihn seine Feinde auch als Zinnsoldaten an die Front in Gewehrfeuer schicken.