BZÖ-Spitzenkandidat: "Kleine Sensation" versprochen

Die Entscheidung, wer das BZÖ im Nationalratswahlkampf anführen wird, soll in spätestens zwei Wochen bekanntgegeben werden.

Der stellvertretende Bundesparteichef Stefan Petzner kündigte heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) diesbezüglich "eine kleine Sensation" an. Gleichzeitig ließ er durchblicken, dass auch Haider im Wahlkampf auf der Bundesliste eine Rolle spielen könnte.

"Ich kann Ihnen garantieren, Sie werden sehr überrascht sein", sagte Petzner vor Journalisten in Klagenfurt. Auch werde es nicht nur um den Spitzenkandidaten, sondern um "mehrere Weichenstellungen" gehen, die für den Urnengang getroffen würden. Petzner schloss auch für sich selbst nicht aus, im Bundeswahlkampf an vorderer Front mitzuwirken, allerdings nicht als Spitzenkandidat.

Herbe Kritik an Spitzenkandidaten
Kein gutes Haar ließ der Haider-Vertraute an den Spitzenleuten der anderen Parteien. ÖVP-Chef Wilhelm Molterer attestierte er, "abgewrackt und verhärmt" zu sein, der designierte SPÖ-Frontmann Werner Faymann sei "als Wohnbaustadtrat in Wien grandios gescheitert", Grünen-Chef Alexander Van der Bellen "lustlos, müde und leer" und wolle lediglich "als Vizekanzler in Pension gehen" und Heide Schmidt "als gescheiterte LIF-Chefin aus dem politischen Nirwana zurückgekehrt". Petzner: "Schrecklich ist das alles, was hier den Wählern zugemutet wird."