Kalifornien verbietet als erster US-Bundesstaat bestimmte herz- und kreislaufschädigende Fette. Gouverneur Arnold Schwarzenegger unterzeichnete gestern ein Gesetz, nach dem die Transfette von 2010 an aus allen Restaurants des Westküstenstaats verbannt werden müssen.
Vom Jahr darauf an darf der Einzelhandel keine unverpackten Produkte anbieten, in denen die Fette enthalten sind. Als erste US-Stadt hatte New York City bereits 2006 Transfette vom Speisezettel der Restaurants und Imbissstuben gestrichen. Einige Städte und Landkreise erließen inzwischen ähnliche Gesetze.
Restaurant-Lobby wehrt sich
"Kalifornien steht mit an der Spitze, wenn es um die Förderung von Gesundheit und guter Ernährung geht", sagte Schwarzenegger. "Heute unternehmen wir einen großen Schritt in Richtung einer gesünderen Zukunft für Kalifornien." Verstöße sollen zuerst mit einem Bußgeld von 25 Dollar (16 Euro) geahndet werden, das sich bei Wiederholung bis auf 1.000 Dollar erhöhen kann.
Kaliforniens Restaurant-Lobby hatte sich heftig gegen das Gesetz gewehrt. Die Transfette als Gesundheitsbedrohung herauszupicken, sei willkürlich und verursache hohe Kosten, hieß es. "Wir zweifeln nicht an den Erkenntnissen über Transfette", sagte eine Sprecherin der "New York Times". "Unser Widerstand war mehr philosophisch. Ein einziges Produkt zu verbieten, ist nicht notwendigerweise die richtige Lösung."
Preiswert, aber schädlich
Transfette sind künstlich gehärtete Fette, die der Körper nicht verarbeiten kann. Sie sind in vielen beliebten Lebensmitteln enthalten, etwa in Fast-Food-Produkten, Keksen, frittierten Speisen und fetten Brotaufstrichen. Transfette sind preiswerter als andere Fettarten, länger haltbar und häufiger zu verwenden. Der Konsum dieser Fettsäuren kann auf Dauer zum Verschluss von Herzkranz- und Hirngefäßen und damit zum Infarkt oder Schlaganfall führen.