Im Ministerrat wird heute die Einführung von Fingerabdrücken in Reisepässen beschlossen. Ab 2009 sollen Pässe mit diesem zusätzlichen Sicherheitsmerkmal versehen sein. Österreich setzt damit eine EU-Richtlinie um.
Diese Maßnahme schütze vor Fälschung und Missbrauch, so Innenminister Günther Platter (ÖVP). Datenschützer argumentieren, auch Fingerabdrücke könnten gefälscht werden. Unklar sei zudem, wer Zugang zu diesen Daten hat. Auch die Speicherung sei verfassungsrechtlich bedenklich.
Als Zugeständnis sieht der Entwurf nun vor, dass die Fingerprints maximal vier Monate gespeichert werden. Platter versichert auch, dass die Kriminalpolizei auf die Fingerprints nicht zugreifen könne. Wenig wahrscheinlich ist es, dass die Datenschützer damit zufriedengestellt sind.