Das burmesische Militärregime hat nach Angaben der Vereinten Nationen alle bisher in das südostasiatische Land geflogenen Hilfsgüter für die Opfer der verheerenden Wirbelsturmkatastrophe beschlagnahmt.
Das Welternährungsprogramm der UNO (WFP) will morgen seine Hilfsflüge ins Katastrophengebiet wieder aufnehmen. Heute wurde die Luftbrücke zunächst ausgesetzt, nachdem die letzten beiden Lieferungen im Umfang von 38 Tonnen auf dem Flughafen in Rangun konfisziert worden waren.
Zuvor hatte die UNO die Weigerung der Junta, auch knapp eine Woche nach dem verheerenden Zyklon "Nargis" internationale Katastrophenhelfer ins Land zu lassen, als beispiellos verurteilt.
Das burmesische Außenministerium ließ verlautbaren, man nehme zwar Versorgungsgüter entgegen, wolle aber keine ausländischen Katastrophenhelfer im Land. China und Indonesien haben die Forderung Frankreichs nach verstärktem Druck des UNO-Sicherheitsrates auf das burmesische Militärregime zurückgewiesen.
"Das Militärregime ist außerordentlich fremdenfeindlich. Sie fürchten sich vor allem", sagte der australische Burma-Experte Sean Turnell. So sorgten sich die Machthaber vor einem möglichen Ansehensverlust in der Bevölkerung: "Wenn sie die Situation nicht in den Griff kriegen und dann die Leute aus dem Westen mit ihren Hubschraubern kommen, würde das ihrem eigenen Volk die Missstände der Militärs vor Augen führen."
Keine Visa vergeben
Hunderte Logistiker und Katastrophenexperten, die für eine Verteilung der Hilfsgüter nötig wären, saßen unterdessen in den Nachbarländern ohne Visum fest. UNO-Nothilfekoordinator John Holmes beschrieb ihre Lage als "zunehmend hoffnungslos".
Das burmesische Militär hat zwar sporadisch Güter verteilt, ist aber überwiegend mit der Vorbereitung eines Verfassungsreferendums beschäftigt, dass trotz der nationalen Katastrophe morgen durchgezogen werden soll.
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Vermisste Wienerinnen wohlauf
Den beiden Wienerinnen, die nach dem
Zyklon in Burma vermisst wurden, geht es gut. Eine Tochter hat sich bei der Mutter gemeldet, bestätigte das Außenministerium.
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