Gaza: Mehrere Tote nach israelischem Luftangriff

Bei einem weiteren israelischen Luftangriff sind gestern im Gazastreifen mindestens siebenPalästinenser getötet worden. Mehrere Menschen wurden bei dem Angriff auf die Stadt Beit Lahija außerdem verletzt, hieß es nach Angaben von Rettungskräften.

30 Tote in drei Tagen
Zuvor waren bei einem israelischen Angriff in der Nähe des Flüchtlingslagers Dschebalija zwei Palästinenser ums Leben gekommen. Seit Dienstag starben nach palästinensischen Angaben 30 Palästinenser bei israelischen Luftangriffen im Westjordanland und im Gazastreifen.

Israel will mit den Angriffen den Beschuss des Landes durch palästinensische Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen unterbinden. Am Abend kündigte die Armee an, sämtliche Grenzübergänge zum Gazastreifen zu schließen.

"Hamas kompromisslos bekämpfen"
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert sagte in Tel Aviv, Israel werde die militanten Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad weiter "ohne Kompromisse, ohne Nachgeben und ohne Mitleid bekämpfen". Israel könne "den andauernden Beschuss seiner Bürger nicht akzeptieren". Man werde sich dabei bemühen, palästinensische Zivilisten zu verschonen.

Wieder Einschläge in Israel
Militante Palästinenser hatten zuvor den heftigen Raketenbeschuss Israels fortgesetzt. Nach Angaben der Armee schlugen 13 selbst gebaute Kassam-Raketen in israelischen Grenzgemeinden zum Gazastreifen ein. In der Grenzstadt Sderot sei eine Frau leicht verletzt worden.

Die militanten Flügel der radikalislamischen Palästinensergruppe Hamas sowie der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas übernahmen die Verantwortung für die Raketenangriffe.