Elf musikalische Vertreter verschiedener ethnischer Minderheiten treffen sich im Oktober im schwedischen Östersund, um dort zum vierten Mal den Sieger des Europäischen Minderheitensprachen-Song-Contest zu ermitteln.
Der Bewerb findet unter dem Namen Liet-Lavlut erstmals in Schweden statt, nachdem bereits zwei Mal Vertreter der Sami (Lappen) den bisher in den Niederlanden beheimateten Bewerb gewonnen hatten.
Sprachliche Vielfalt
Unter den elf aus über 60 Bewerbern ausgesuchten Teilnehmern sind unter anderem eine Roma-Band aus Ungarn, ein Drum-&-Bass-Trio, das auf Manx-Gälisch singt, eine Folkgruppe aus Friaul und estnischer Folk-Metal auf Votisch.
Der Bewerb soll erstmals live auf mehreren schwedischen Radiokanälen und via Internet-Radio gesendet werden. Das schwedische Fernsehen SVT plant eine Aufzeichnung.
Landessprachen nicht willkommen
Der Europäische Song Contest der Minderheitensprachen fand unter dem Namen Liet Ynternasjonaal erstmals 2002 in den Niederlanden statt. Zweck des Bewerbes ist es, die kulturelle, musikalische und sprachliche Vielfalt in Europa zu fördern.
Im Gegensatz zu seinem "Großen Bruder", dem Eurovisions-Song-Contest, sind bei Liet-Lavlut Beiträge in den europäischen Staatssprachen und insbesondere auf Englisch ausdrücklich nicht willkommen.