EU will Einreiseverbot gegen Lukaschenko verhängen
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Die Europäische Union wird Diplomaten zufolge am Montag ein Einreiseverbot gegen den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko und 30 weitere Vertreter des Landes verhängen.

Lukaschenkos Name stehe ganz oben auf der Liste von Personen, die der EU zufolge mitverantwortlich sein sollen für die Manipulation der Präsidentenwahl am 19. März und die Niederschlagung der Oppositionsproteste.

Wer noch auf der Liste steht

Die EU-Außenminister würden diese Liste am Montag unverändert verabschieden, hieß es in den Diplomatenkreisen. Neben Lukaschenko seien darauf auch die Minister für Erziehung, Informationen und Justiz verzeichnet, der Vorsitzende des Unterhauses und der Chef des Geheimdienstes KGB.

Auch Staatsanwälte, Richter und Wahlvertreter gehörten dazu. Die EU hatte bereits im Jahr 2004 Einreiseverbote gegen sechs Vertreter der weißrussischen Führung verhängt, denen sie Manipulationen bei früheren Wahlen vorwirft. Lukaschenko soll am Samstag in sein Amt eingeführt werden. Die ursprünglich für 31. März geplante Veranstaltung war verschoben worden.
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