Vermittlung von "richtiger" Moral

Durch Malerei sollen Errungenschaften des Staates gewürdigt werden.
In Nordkorea hat Kunst primär Propagandafunktion. Sie steht in engem Zusammenhang mit dem "revolutionären Prozess" des restriktiven, totalitären Systems, die Künstler sollen durch ihre Arbeiten "richtige" Verhaltensweisen, Einstellungen, Moral und Werte darstellen.

Schon die Ausbildung der Künstler besteht nicht nur aus dem Erlernen künstlerischer Techniken, sondern zu einem großen Teil aus der Beschäftigung mit der Ideologie des Systems.

Themen werden vom Staat vorgegeben
Alle Künstler in Nordkorea sind Mitglieder der staatlichen Künstlervereinigung und erhalten ein monatliches Gehalt. Im Gegenzug müssen sie eine gewisse Anzahl von Bildern produzieren und sich dabei an die vorgegebenen Themen und Techniken halten.

Die Künstler selbst bleiben im Hintergrund, auch wenn die Werke meist namentlich gekennzeichnet werden. Im Zentrum steht klar der Inhalt der Werke.

Kunst zu Propagandazwecken
In der Regel gibt es zwei Themenkomplexe, denen sich nordkoreanische Kunst widmet: einerseits Porträts, Landschaften und Szenen aus dem täglichen Leben von Arbeitern und Bauern oder Familienszenen, andererseits Darstellungen des Führers Kim Il Sung und seines Nachfolgers Kim Jong Il.

Die Diktatoren werden bevorzugt gemeinsam mit einfachen Menschen dargestellt, um Nähe zur Bevölkerung zu suggerieren. Durch die Malerei sollen Errungenschaften des Staates und seiner Arbeiter gerühmt werden - ein Grund, warum fast ausnahmslos glückliche und strahlende Menschen dargestellt werden.

Kein privates Ausstellungswesen
Die Künstler arbeiten großteils in Studios oder büroähnlichen Arbeitsplätzen. Die Präsentation der Werke und die Organisation von Ausstellungen liegen ausschließlich in öffentlicher Hand, ein privates Ausstellungswesen existiert nicht.

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