Nachdem ein FBI-Team die Spur des schon identifizierten Faisal Shahzad für einige Zeit verloren hatte, verliefen laut "New York Times" auch die Sicherheitsvorkehrungen auf dem JFK-Flughafen offenbar alles andere als reibungslos.
Seit Stunden auf Flugverbotsliste
Wie auch die "New York Post" berichtet, gelang es Shahzad erfolgreich, die Fahnder abzuschütteln, nachdem diese bereits sein Haus in Bridgeport im US-Bundesstaat Connecticut observiert hatten. Im Anschluss habe er erste Vorkehrungen für seine Flucht nach Pakistan getroffen.
Per Handy habe Shahzad dann ein Flugticket reserviert. Dieses kaufte der US-Amerikaner pakistanischer Herkunft direkt am Emirates-Schalter per Barzahlung und passierte ohne Probleme die Sicherheitskontrollen.
Mit Verweis auf Ermittlerkreise befand sich Shahzad den Berichten zufolge allerdings bereits Stunden zuvor auf einer Liste terrorverdächtiger Personen, worüber auch die Fluglinie Emirates per Alarmmeldung informiert wurde.
Flugzeug bereits auf Rollbahn
Die Festnahme erfolgte dann buchstäblich in letzter Sekunde: Erst nachdem die US-Verkehrssicherheitsbehörde TSA die vollständige Liste sämtlicher Passagiere erhalten hatte, sei klar geworden, dass der Hauptverdächtige bereits in einem startklaren Flugzeug Richtung Dubai sitzt. Shahzad wollte sich nach Angaben von Emirates über Dubai nach Pakistan absetzen. Sein Ziel war laut einem Sprecher der Airline Islamabad.
Untersuchung eingeleitet
Dass mit Shahzad der Hauptverdächtige des gescheiterten Terroranschlags trotz laufender Fahndung an Bord eines Flugzeugs gelangen konnte, hätte nach Ansicht von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg "nicht geschehen dürfen". Aus diesem Grund forderte Bloomberg die Aufklärung sämtlicher Vorgänge.
Der Sprecher von Präsident Barack Obama, Robert Gibbs, bestätigte am Mittwoch, dass die Sicherheitspanne bereits Gegenstand einer "aktuellen Untersuchung" sei.
Gleichzeitig verwies Gibbs darauf, dass das System der Flugverbotsliste mit wiederholten Kontrollen funktioniere. Selbst wenn das Flugzeug abgehoben hätte, wäre es den Behörden erlaubt gewesen, den Pilot zum Umkehren aufzufordern.
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