"Ehe in letzten Zügen"

Sarkozy und Bruni sind seit 2007 ein Paar. Erstmals Gerüchte über ernsthafte Ehekrise.
In Frankreich wollen Gerüchte über angebliche Affären des Präsidentenpaares in letzter Zeit nicht verstummen.

Spekuliert wurde zuletzt über eine ernsthafte Liaison von Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy mit dem 37-jährigen französischen Musiker und Schauspieler Benjamin Biolay.

"Trost" von der Staatssekretärin
Präsident Nicolas Sarkozy, zitierte am Mittwoch der britische "Daily Telegraph" einen Weblog-Beitrag der französischen Wochenzeitung "Journal du Dimanche" ("JDD"), habe daraufhin "Trost in den Armen seiner 40-jährigen Umweltstaatssekretärin Chantal Juanno gefunden".

Mögliche "Geschichte des Jahres"
Weiters hieß es, Bruni und Biolay würden mittlerweile gemeinsam in einer Wohnung in Paris leben. "Im Moment ist es nur ein Gerücht, aber es könnte die Geschichte des Jahres werden", hieß es im "JDD".

Die Ehe des Präsidentenpaares liege "in ihren letzten Zügen. Carla Bruni ist in Benjamin Biolay verliebt, und der Präsident hat Trost bei Chantal Jouanno gefunden." Andere französische Medien berichteten Ähnliches.

"Wasser auf die Mühlen" der Klatschpresse
Biolay, der in Frankreich als Sänger und Schauspieler erfolgreich ist, und Bruni, selbst Sängerin und früher Model, sollen einander schon länger kennen. Dass sie die Erste war, die ihm gratulierte, als Biolay kürzlich einen Musikpreis gewann, sei "Wasser auf die Mühlen" der Klatschpresse gewesen, hieß es im belgischen Online-Journal "7sur7".

Beraterin und Karatestaatsmeisterin
Jouanno arbeitet bereits seit 2003 mit dem 55-jährigen Sarkozy zusammen. Die 40-Jährige ist dreifache Mutter und mehrfache französischen Karatestaatsmeisterin. Erst am Sonntag gewann sie erneut den Titel im Mannschaftsbewerb.

Zahlreiche Blog-Einträge gesperrt
Gerüchte über Affären des ersten Paars im Staat waren bereits vor Wochen aufgetaucht - erstmals über die Mikroblogging-Plattform Twitter. Anschließend verbreiteten sie sich rasant über Weblogs, "wie ein Virus", befand der französische "Express", der dem Getuschel selbst aber nicht allzu viel Glauben schenkt. "Ein Gerücht ohne Ende", schrieb die Zeitung, aber auch ohne Anfang und "jegliche Grundlage".

Die meisten Blog-Einträge waren - wegen der alles andere als zimperlichen Wortwahl - am Mittwoch bereits von den Herausgebern gesperrt worden. Auch das "JDD" zog seinen Artikel zurück. Laut "7sur7" prüft der Elysee-Palast rechtliche Schritte. Auf Anfrage der französischen Presse gab es dort "absolut keinen Kommentar" zu den Gerüchten.

Altes Zitat neu aufgewärmt
Sarkozy, dem immer wieder Affären nachgesagt wurden, und die 42-jährige Bruni lernten einander im Herbst 2007 kennen, nachdem sich der Präsident von seiner zweiten Ehefrau Cecilia Ciganer-Albeniz getrennt hatte. Schon im Februar 2008 folgte die Hochzeit.

"Ich bin (...) die First Lady bis zum Ende des Mandats meines Mannes und seine Ehefrau bis zu seinem Tod", sagte Bruni in ihrem ersten Interview nach der Hochzeit mit dem "Express". Sie wisse, dass das Leben Überraschungen mit sich bringen könne, "aber das ist mein Wunsch". Allerdings zitieren gerade jetzt französische Zeitungen gerne aus einem früheren Interview mit Bruni, in dem die gebürtige Italienerin gemeint hatte, sie finde Monogamie langweilig.

Links: