Mindestens fünf Tote

Explosion war kilometerweit zu spüren.
Eine Explosion eines im Bau befindlichen Gaskraftwerks im US-Bundesstaat Connecticut hat am Sonntag mindestens fünf Todesopfer gefordert. Allerdings könnten sich unter den Trümmern weitere Opfer befinden, so der Bürgermeister von Middletown, Sebastian Giuliano. Das Unglück habe sich während eines Tests an einer Gasleitung ereignet.

Stundenlang war das Ausmaß des Unfalls vollkommen unklar gewesen, Medien hatten sogar von bis zu 50 möglichen Toten berichtet.

Mindestens zwölf Verletzte
Zwölf weitere seien am Sonntag bei dem Unglück während eines Versuchs an einer Gasleitung verletzt worden, sagte der Bürgermeister von Middletown, Sebastian Giuliano. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass durch die Kilometer weit spürbare Explosion weitere Opfer verschüttet wurden.

Einige der Verletzten hätten Knochenbrüche erlitten, als sie durch die Explosion bis zu zehn Meter umhergeschleudert worden seien, berichtete die Zeitung "Hartford Courant".

Mit Suchhunden wurde weiter nach Verschütteten gesucht, offizielle Zahlen von Vermissten gab es nicht. Der "Hartford Courant" berichtete von fünf Arbeitern, von denen noch jede Spur fehle.

Großeinsatz der Retter
Nach dem Unglück hätten "überall Menschen" gelegen, sagte ein Augenzeuge. Dutzende von Rettungskräften und etwa 20 Notarztwagen waren nach kurzer Zeit im Einsatz.

Einzelne Opfer wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser der Umgebung geflogen.

Anrainer vermuteten Erdbeben
Die Explosion ereignete sich kurz vor 11.30 Uhr Ortszeit (17.30 Uhr MEZ) in der Anlage Kleen Energy in den Außenbezirken von Middletown am Connecticut River. In der Anlage, deren Eröffnung in den kommenden Wochen geplant war, sollte 620 Megawatt Strom mit Gasturbinen erzeugt werden.

Nach der Explosion stieg über der Anlage eine dichte, dunkelgraue Rauchwolke auf. Die Erschütterung nach der Explosion war in einem Umkreis von 15 Kilometern zu spüren, die Einwohner dachten zum Teil, es habe sich ein Erdbeben ereignet. In zahlreichen Häusern barsten die Fensterscheiben durch die Wucht der Detonation.

Links: