1994: Der Priester Brendan Smyth gesteht, fünf Mädchen und zwei Buben in Belfast sexuell missbraucht zu haben. Das führt zum Rücktritt der damaligen Regierung.
1995: Der Ministrant Andrew Madden spricht als erster Ire über Missbrauch durch den Pfarrer Ivan Payne. Ihm sollen umgerechnet 45.000 Dollar geboten worden sein, um Stillschweigen zu bewahren.
1996: Katholische Geistliche in Irland fordern die Bischöfe auf, "ohne Aufschub" die Polizei über alle verdächtigen Fälle aufzuklären. Einige Bischöfe unterdrücken die Informationen auch noch in den kommenden Jahren.
1997: Smyth bekennt sich schuldig, sich zwischen 1958 und 1993 an insgesamt 20 Buben und Mädchen vergangen zu haben. Er stirbt an einem Herzinfarkt.
1998: Payne wird zu vier Jahren Haft wegen sexuellen Missbrauchs von acht Buben im Alter zwischen elf und 14 Jahren verurteilt.
1999: Pfarrer Sean Fortune begeht im Gefängnis Selbstmord, wo er auf die Verurteilung wegen der Vergewaltigung von 29 Buben gewartet hat.
Im selben Jahr sendet das irische Fernsehen RTE die TV-Dokumentation "States of Fear", wo Opfer des Missbrauchs seit den 30er Jahren bis in die 80er Jahre erstmals ihr Schweigen brechen. Premierminister Bertie Ahern entschuldigt sich und richtet eine Untersuchungskommission ein.
2000: Die Untersuchungskommission wird eingesetzt. Sie soll Missbrauch von Kindern seit 1937 untersuchen.
2002: Bischof Brendan Comiskey ist der erste und bisher einzige irische Geistliche, der zurücktritt, weil er es nicht geschafft hat, Missbrauch zurückzudrängen.
2005: Der Oberste Gerichtshof kritisiert die Kirche, Polizei und staatliche Behörden, nicht ausreichend Maßnahmen zu setzen, um sexuellen Missbrauch von Hunderten Kinder durch 21 Priester in Ferns zu unterbinden.
2008: Es wird offiziell verkündet, dass rund 12.000 Opfer durchschnittlich jeweils rund 61.000 Euro bekommen haben.
2009: Die Untersuchungskommission veröffentlicht im Mai den 2.575-Seiten-Bericht mit Details und 2.500 Zeugenaussagen. Der zweite Teil folgt im November.