Große Preisunterschiede

Teurer Arlberg: Ein Familienskipass kostet dort heuer 715 Euro.
Der frühe Wintereinbruch hat für einen besonders zeitigen Start in die Wintersaison gesorgt. In einigen Wintersportgebieten wurden die ersten Lifte bereits im Oktober in Betrieb genommen. Doch der Pistenspaß hat seinen Preis: Bis zu vier Prozent sind die Liftkarten im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden. Und auch die Preisunterschiede zwischen den Skiregionen sind zum Teil enorm.

Teuerungen über Inflationsrate
Im Schnitt liegen die Teuerungen in 81 ausgewählten Skigebieten zwischen drei und vier Prozent und damit weit über der Inflationsrate, wie eine Untersuchung des vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) herausgegebenen Testmagazins "Konsument" ergab - mehr dazu in help.ORF.at.

Skifahren auf Arlberg am teuersten
Angeführt wird die Liste der zehn teuersten Skigebiete von der Skiregion Arlberg. Hier kommt das Familienpaket auf 715 Euro - allerdings wird mit 280 Pistenkilometern auch einiges geboten. Platz zwei im Ranking nimmt Sölden ein. Um 707 Euro können dort vier Personen sechs Tage lang 148 Pistenkilometer abfahren.

Ebenfalls große Auswahl an Pisten, dafür deutlich günstigere Preise für Familien bietet das Großglockner Resort Kals/Matrei in Osttirol. Hier kostet das Familienpaket 555 Euro und ist damit laut "Konsument" das preiswerteste Skigebiet mit über 100 Pistenkilometern.

Sölden beliebteste Winterdestination
Die beliebteste Winterdestination hinter Wien ist mit rund vier Millionen Nächtigungen Sölden im Tiroler Ötztal. Für das heurige Jahr wurden bereits 60 Mio. Euro in Pistenbau, Komfort und Beschneiung investiert.

Große Preisunterschiede
Wer seinen Winterurlaub noch nicht gebucht hat, dem rät der "Konsument" dringend zu einem Preisvergleich, denn die Unterschiede zwischen den Gebieten sind zum Teil enorm: So kostet die Sechstagekarte für eine vierköpfige Familie (zwei Erwachsene, ein Jugendlicher, ein Kind) im günstigsten Skigebiet 425 Euro weniger als im teuersten.

Aber wirklich günstig Ski fahren kann eine Familie durchwegs nur in kleinen Gebieten, die maximal 25 Pistenkilometer haben. In den zehn preiswertesten Skigebieten kostet die Sechstagekarte zwischen 290 (Stubalm/Gaberl) und 372 Euro (Frauenalpe).

Zauberberg: Klein, aber oho
Doch wenige Pistenkilometer bedingen nicht automatisch niedrige Preise. Der Zauberberg auf dem Semmering in Niederösterreich beispielsweise bietet 14 Pistenkilometer, das Familienpaket kommt aber auf satte 498,50 Euro. Ähnlich ist es beim Stuhleck, wo vier Personen für 24 Pistenkilometer 510 Euro berappen müssen.

Pistenvergnügen zu moderaten Preisen
Ein etwas größeres Pistenangebot zu moderateren Preisen wird in Galtür/Silvapark in Tirol geboten. Für das Familienpaket sind 423,50 Euro zu zahlen - das Skigebiet umfasst 40 Pistenkilometer. Mit 433,50 Euro für die Sechstagekarte ist das Skifahren für eine Familie in Lofer (Salzburg) auf 46 Pistenkilometern ebenfalls erschwinglich.

Um je 456 Euro können Familien in den Tiroler Skigebieten Axamer Lizum (41 Pistenkilometer) und Hochzeiger (52 Pistenkilometer) sechs Tage lang die Lifte benutzen.

Teure Ausrüstung
Aber nicht nur die Liftkarten, auch die Ausrüstung kann teuer kommen. So stieg der Preis für Skischuhe laut dem aktuellen Inflationsbericht im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 21 Prozent, Ski kosteten demnach zwölf Prozent mehr.

Wer die Skiausrüstung lieber ausleihen statt kaufen will, kommt in der Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental (Tirol) am günstigsten davon. Für Ski in Standardqualität, Stöcke und Schuhe zahlt ein Erwachsener laut "Konsument" für sechs Tage ab 49 Euro. Bei Ski Arlberg zahlen Erwachsene für das Skiset ab 183 Euro für sieben Tage.

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