Kurzarbeit sei eindeutig eine Ursache dafür, dass die Arbeitslosigkeit in Österreich nicht so dramatisch gestiegen sei wie in anderen europäischen Ländern.
Aktuell (per 14. November) arbeiten in Österreich in 284 Unternehmen 37.140 Personen kurz, das sind um 1.236 Betroffene mehr als Ende Oktober. Die meisten Kurzarbeiter gibt es in Niederösterreich (9.883), gefolgt von der Steiermark (8.961) und Oberösterreich (8.830).
"Wichtiger Schritt"
Mit der Verlängerung der Kurzarbeit habe man von Deutschland gelernt, betonte Kopf. Die Flexibilisierung nach deutschem Vorbild sei ein "wichtiger Schritt" gewesen. In Österreich wurde im vergangenen Februar eine Verlängerung von einem Jahr auf 18 Monate beschlossen.
Drückt Arbeitslosenrate
Ohne Kurzarbeit wäre die Arbeitslosigkeit in Österreich derzeit um 10.000 bis 13.000 Betroffene höher, rechnete Kopf vor. Ende Oktober waren in Österreich inklusive Schulungsteilnehmern 319.320 Menschen arbeitslos gemeldet, um 61.996 oder 24,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Für das laufende und das kommende Jahr hält Kopf an der Prognose von jeweils 50.000 Arbeitslosen mehr fest. Dazu kommen im Schnitt rund 60.000 Personen in Schulung.
Arbeitnehmer nicht mobil genug
Neben Kurzarbeit seien vor allem Qualifizierungen und Lohnzuschüsse wie Eingliederungsbeihilfen die wichtigsten Strategien gegen Jobverlust.
Kritik übte Kopf auch an der mangelnden Mobilität in Österreich. So arbeiten keine 400 Wiener in den westösterreichischen Tourismusbetrieben, im Gegensatz dazu aber rund 7.000 Ostdeutsche.
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