Die APEC-Staaten wollen die seit Jahren verschleppte Doha-Welthandelsrunde bis Ende nächsten Jahres zum Abschluss bringen. Dafür sei starker politischer Wille nötig, um aus der Sackgasse zu kommen, waren sich die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer bei ihren Beratungen in Singapur einig. Zum Abschluss des Treffens war auch US-Präsident Barack Obama zu Gast.
Die Ziele der Doha-Runde
Die Doha-Runde begann 2001 und sollte ursprünglich bereits Anfang 2005 abgeschlossen werden. Dabei geht es darum, Zölle und Subventionen abzubauen, um für mehr Handel zwischen den Staaten zu sorgen.
Die Verhandlungen waren zuletzt an den gegensätzlichen Interessen von Industrie- und Entwicklungsländern gescheitert. WTO-Generaldirektor Pascal Lamy peilt inzwischen den Abschluss der Doha-Runde für 2010 an.
Mehr Freihandel im asiatischen Raum geplant
Die APEC-Spitzenpolitiker sprachen sich dafür aus, die geplante Freihandelszone in der Region zügig voranzubringen. Dazu seien nicht nur Handels- und Investitionsliberalisierungen nötig, sondern auch Strukturreformen und bessere Verbindungen zwischen den einzelnen Ländern.
Einige Teilnehmer schlugen konkret bessere Straßen-, Bahn-, Schiffs- und Flugverbindungen vor, berichtete der Sprecher von Gastgeber Lee Hsien Long. Andere betonten, dass die Volkswirtschaften wettbewerbsfähiger werden müssten.
Die USA kündigten unter dem Applaus der Delegierten an, sich der Transpazifischen Partnerschaft (TPP) anschließen zu wollen. Diese Freihandelsinitiative wird bisher von Chile, Neuseeland, Singapur und Brunei getragen.
Links:
- APEC
- Doha-Runde (Wikipedia)