Der ÖVP-Chef werde es demnach nicht zulassen, "dass lautstarke Gruppen versuchen, die Politik, das Land und die Steuerzahler in Geiselhaft zu nehmen".
Unis haben bereits jetzt "viel Geld"
Auf die Forderung nach mehr Geld für die Universitäten betonte Pröll zudem, dass es darum gehe, "wie wir mit dem vorhandenen Geld das Beste für Österreich herausholen können".
Schließlich gehe es mit den 8,2 Milliarden Euro, die in der laufenden Legislaturperiode für die Universitäten vorgesehen seien, sowie den von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) angekündigten 34 Millionen Euro um "viel Geld". Daher erwarte er sich, "dass sich auch die betroffenen Universitäten darüber Gedanken machen, wie sie mit diesem Geld zurechtkommen".
Zur Streitfrage der Zugangsbeschränkungen sagte Pröll: "Ich höre, dass rund 60 Prozent der Erstsemester nur zehn Prozent der angebotenen Fächer belegen. Damit ist klar, dass diese zehn Prozent der Fächer heillos überbelegt sind. Ich frage mich: Warum sollen Zugangsregelungen keine Antwort sein?"
"Keine Veranlassung für weitere Maßnahmen"
Trotz der anhaltenden Studentenproteste sieht Wissenschaftsminister Hahn unterdessen keine Veranlassung für weitere, über die beiden von ihm bereits gesetzten Maßnahmen hinausgehende Aktivitäten.
Im Gespräch mit der APA verwies der Minister am Freitag auf den von ihm geplanten Hochschuldialog am 25. November und die Bereitstellung von 34 Mio. Euro für Verbesserungsmaßnahmen der Unis im Lehrbereich. "Die Dinge sind auf Schiene, und daher sehe ich keine Veranlassung, noch etwas Weiteres zu machen", sagte Hahn.
Fischer fordert Dialogbereitschaft
Bundespräsident Heinz Fischer rief zuvor zum Dialog auf. Das Staatsoberhaupt plädierte dafür, "unverzüglich in einen ernsthaften, sachlichen Dialog ohne Vorbedingungen einzutreten und Lösungen für die Erfordernisse unserer Universitäts- und Bildungspolitik zu erarbeiten, die letzten Endes nicht nur die Universitäten, sondern den gesamten Bildungsbereich betreffen".
Die diesbezügliche Einladung von Hahn "sollte angenommen werden, wobei ich mir die Bereitschaft zum sachlichen Gespräch von allen Beteiligten erwarte", so Fischer.
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