Die Schützen waren nach Angaben des Kommandanten des Stützpunktes Fort Hood, General Bob Cone, Soldaten. Einer von ihnen sei getötet worden, zwei weitere seien als mögliche Komplizen festgenommen worden. Insgesamt seien 31 Menschen verletzt worden. Über das Motiv herrschte zunächst Unklarheit.
Täter offenbar identifiziert
Christopher Hogue, Pressechef von Fort Hood, sagte vor Reportern: "Der Einzige, von dem wir wissen, dass er geschossen hat, wurde getötet. Er hatte zwei Handfeuerwaffen."
Nach Fernsehberichten sollte der als Major Malik Nadal Hasan identifizierte getötete Schütze im Irak oder in Afghanistan eingesetzt werden und war darüber aufgebracht. Zudem soll der Mann Psychiater gewesen sein.
Beginn in Gesundheitszentrum
Nach Aussagen von General Cone begann die Schießerei in einem Zentrum, in dem Soldaten vor Auslandseinsätzen noch einmal auf ihre Gesundheit hin überprüft und behandelt werden.
Eine zweite Schießerei ereignete sich vor einem Theatergebäude, wo nach Angaben einer Gewährsperson gegen 14.00 Uhr eine Abschlussfeier stattfinden sollte.
Stützpunkt abgeriegelt
Der gesamte Stützpunkt wurde nach den ersten Schüssen sofort abgeriegelt. Sirenen heulten, und die Menschen auf der Basis wurden aufgefordert, nicht ins Freie zu gehen. 500 Militärpolizisten durchkämmten das Gebiet.
Zu den Toten zählt nach Medienberichten auch ein ziviler Polizist. Alle Opfer seien Erwachsene. Die Verletzten wurden zum Teil mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Eine Klinik rief die Bevölkerung zu Blutspenden auf.
"Entsetzlicher Ausbruch von Gewalt"
US-Präsident Barack Obama sprach von einem "entsetzlichen Ausbruch von Gewalt" und rief zum Gebet für die Opfer und Angehörigen auf. Er stehe in Kontakt zum Pentagon, zur Bundespolizei (FBI) und dem Heimatschutzministerium, um die Sicherheit der US-Truppen in ihrem eigenen Land zu gewährleisten, sagte Obama.
Die texanische Senatorin Kay Baley Hutchison sprach von einer "willkürlichen, sinnlosen Gewalttat". Sie sei "schockiert über diesen Ausbruch von Gewalt, der sieben unserer tapferen Armeeangehörigen das Leben gekostet hat".
Eine der größten Militärbasen
Fort Hood zwischen Austin und Waco zählt zu den größten Militärbasen der Welt. Die US-Army hat auf dem Stützpunkt im Süden des Bundesstaates Texas rund 45.000 Soldaten stationiert. Die Basis ist Heimat mehrerer Armee-Einheiten, darunter der 1. Kavalleriedivision und der 4. Infanteriedivision. Zudem befindet sich dort ein Behandlungszentrum für Soldaten, die sich bei Militäreinsätzen posttraumatische Stresserkrankungen zugezogen haben.
Namensgeber für den Militärstützpunkt ist der frühere Konföderiertengeneral John B. Hood (1831 - 1879). Das Camp hatten die Amerikaner im Jahr 1941 eingerichtet und ständig erweitert. Neben Kasernenbauten und Übungsgelände umfasst das Areal unter anderem auch Wohnhäuser für Soldatenfamilien und Zivilpersonen, eine Schule, ein Postamt und Freizeiteinrichtungen.
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