"GM muss Konzept rasch vorlegen"

Mitterlehner sieht Werk in Aspern vorerst nicht in Gefahr.
Nach dem Platzen des Opel-Verkaufs an das Konsortium Magna-Sberbank macht sich auch in der österreichischen Regierung Ernüchterung breit. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) kritisierte am Mittwoch, dass durch die nun gescheiterten Verhandlungen mit Magna ein Jahr wertvolle Zeit verloren wurde.

"Pokerspiel" beenden
Er erwarte jetzt von der Opel-Mutter General Motors (GM) "die rasche Vorlage eines tragfähigen Zukunftskonzepts für Opel Europa" und "die Beendigung des Pokerspiels um Finanzierungsmittel der beteiligten Standorte".

"Ohne rasche Vorbereitung eines neuen Konzepts durch General Motors könnte es große Probleme für mehrere Standorte in Europa geben", befürchtet Mitterlehner.

Keine Sorge um Aspern
Der Minister geht nicht davon aus, dass die überraschende Wendung negative Folgen für den Opel-Standort Wien-Aspern hat - das Werk habe "hohe Fertigungsqualität" und "Entwicklungskompetenz".

Auch im Werk selbst zeigt man sich vorerst zuversichtlich - mehr dazu in oesterreich.ORF.at.

GM Europe unterhält eine Motoren- und Getriebefabrik im 22. Wiener Gemeindebezirk und ist Großkunde bei Österreichs Zulieferindustrie.

Auch GM könnte Garantien bekommen
Mitterlehner bekräftigte allerdings, dass auch GM als künftigem Eigentümer der Zugang zu österreichischen Garantieinstrumenten prinzipiell offenstehe: "Eventuelle Haftungen müssen im Einklang mit dem Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz (ULSG) stehen."

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