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| ©Bild: : R. Waxmann/ |
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| ©Bild: AP/Mario Strmotic |
Zu schnell unterwegs?
Außerdem könnte der Zug viel zu schnell unterwegs gewesen sein. Der 71-jährige Überlebende Zarko Rogan erklärte: "Ich habe meiner Frau noch gesagt: 'Wir haben ein Problem, die Bremsen in diesem Zug funktionieren nicht.'"
Bei dem Zug handelte es sich um einen Intercity mit Neigetechnik. An Bord waren etwa 100 Fahrgäste. Er entgleiste in einem unzugänglichen Gebiet auf der Strecke Zagreb - Split. Per Hubschrauber mussten die schwer Verunglückten in Krankenhäuser geflogen werden.
Kurz vor Schlucht zum Stehen gekommen
Nur knapp entgingen die Passagiere noch einer weit größeren Katastrophe: Die Wagen kamen kurz vor einer 20 Meter tiefen Schlucht, etwa 20 Kilometer vor dem Zielbahnhof Split, zum Stillstand. Über Rundfunk wurde die Bevölkerung zu Blutspenden aufgerufen.
Schwere Vorwürfe an Bahn
An der gleichen Stelle kam es schon 1966 zu einem schweren Unglück. Damals starben 33 Menschen. Seit auf der Strecke Neigezüge im Einsatz sind, gab es bereits zwei Entgleisungen. Dabei kamen jedoch keine Menschen zu Schaden.
Der Kauf der Neigezüge wurde immer wieder als schlechte Investition kritisiert, weil deren Wartung sehr teuer sei. Auch seien sie mit dem kroatischen Schienensystem nicht kompatibel, hieß es. Bahnchef Zoran Popovac wollte zu den Vorwürfen vorerst nicht Stellung nehmen.
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