Da seit neun Tagen keine Leiche gefunden wurde, habe die Suche nach Angaben eines Luftwaffensprechers keinen Sinn mehr gehabt. Die meisten der 228 Opfer des Absturzes vom 1. Juni bleiben damit für immer verschollen. Nur nach den Flugschreibern wird weitergesucht.
Flugkapitän identifiziert
Insgesamt seien 51 Leichen aus dem abgestürzten Airbus A330 geborgen worden, teilte Luftwaffensprecher Henry Munhoz in Recife weiter mit. Unter ihnen waren die sterblichen Überreste des Flugkapitäns und eines Stewards sowie dreier deutscher Passagiere.
Da der letzte Fund so lange zurückliege, gehe die Regierung davon aus, dass es nicht möglich ist, weitere Opfer zu bergen, sagte Munhoz weiter. Auch nach weiteren Trümmerteilen werde nicht mehr gesucht.
Hoffen auf Flugschreiber
Unter der Führung französischer Experten sollte das Absturzgebiet indes noch einige Tage nach den Flugschreibern des Airbus A330 abgesucht werden. Diese senden vermutlich noch bis zum 2. Juli Signale aus.
Die Blackboxes, die wertvolle Hinweise zur Aufklärung der Absturzursache liefern könnten, liegen vermutlich in 3.000 bis 5.000 Meter Tiefe im Ozean.
Gottesdienst für die Opfer
Die brasilianische Marine gedachte am Montag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer. Die Soldaten warfen bei der Zeremonie vor der Küste von Recife von einer Fregatte aus Blumenkränze ins Meer. Mit dieser Geste erweist die Marine traditionellerweise verschollenen Kameraden die letzte Ehre.
Auch Österreicherin unter den Toten
Bei der Flugzeugkatastrophe mitten über dem Meer kamen am Pfingstmontag alle Besatzungsmitglieder und Passagiere ums Leben, darunter eine Tirolerin.
Insgesamt wurden 51 Leichen aus dem Airbus A330 geborgen.
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