Ein Sprecher der Luftfahrtbehörde des Inselstaats der Komoren bestätigte, der zweistrahlige Airbus A310-300 habe sich bei schlechtem Wetter im Anflug auf den Flughafen der Stadt Moroni befunden, bevor er vom Radarschirm verschwand.
Erste Leichen geborgen
Wenige Stunden nach dem Absturz bargen Rettungskräfte die ersten Leichen. Ein Vertreter der jemenitischen Luftfahrtbehörde erklärte, er könne nicht sagen, ob es Überlebende gebe. Suchflugzeuge hatten zuvor im Indischen Ozean Wrackteile des Airbus A310 entdeckt.
Ungünstiges Wetter
Nach Angaben der Aufsicht wurden zivile und militärische Schiffe für die Suche nach der Unglücksmaschine mobilisiert. "Das Wetter ist nicht günstig. Die See ist sehr rau", sagte Kassim.
Auch Paris hat Flugzeuge und Schiffe von den Nachbarinseln Mayotte und Reunion entsandt, um bei der Suche nach Überlebenden zu helfen.
Paris richtete Krisenzentrum ein
Der Flug IY 626 war französischen Angaben zufolge von Paris über den Jemen in den ostafrikanischen Inselstaat unterwegs. In Paris wurde ein Krisenzentrum eingerichtet. Zahlreiche Passagiere waren französische Staatsbürger.
Keine Angaben über Überlebende
Das Flugzeug kam nach Informationen der Fluggesellschaft aus der jemenitischen Hauptstadt Sanaa, wo die 142 Fluggäste und die elfköpfige Crew an Bord der Unglücksmaschine wechselten, sagte ein Sprecher der Gesellschaft.
Absturz während des Landeanfluges
Angaben des Vizepräsidenten Idi Nadhoim zufolge ereignete sich das Unglück in den frühen Morgenstunden. Die Maschine sei offenbar während des Landeanflugs zwischen fünf und zehn Kilometer vor der Hauptinsel abgestürzt, sagte Ibrahim Kassim, ein Vertreter der regionalen Luftfahrtaufsicht ASECNA.
Das Flugzeug habe sich bei den Fluglotsen noch zur Landung angemeldet, sagte ein UNO-Mitarbeiter auf dem Flughafen der komorischen Hauptstadt Moroni. Danach sei der Kontakt abgebrochen.
Flotte mit sechs Flugzeugen
Zur Yemenia-Flotte gehören der Website zufolge vier Airbus 310-300 sowie zwei Airbus 330-200. Eine Air-France-Maschine des Typs 330-200 war vor vier Wochen auf dem Weg von Brasilien nach Frankreich verunglückt. Keiner der 228 Menschen an Bord überlebte. Experten vermuten, dass Mängel an den Geschwindigkeitssonden zum Absturz beigetragen haben könnten.
125 Tote bei Absturz
Die drei Inseln der Komoren liegen 300 Kilometer nordwestlich von Madagaskar und etwa gleich weit entfernt vom afrikanischen Festland. 1996 stürzte eine Boeing 767 vor den Komoren mit 175 Menschen an Bord ins Meer, 50 davon überlebten. Das Flugzeug gehörte einer äthiopischen Gesellschaft und war zuvor gekidnappt worden.
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