Sowohl die Themenlage als auch die politische Lage in Europa und in Österreich hätten für die Grünen gesprochen, findet Pilz. "Nach sechs verlorenen Wahlen" sei es "Zeit, die Probleme und damit die Lösungen endlich auch bei uns zu suchen".
Auf Voggenhubers Seite
Gegenüber der APA sagte Pilz, er wolle vor weiteren Stellungnahmen mit verschiedensten Leuten reden und "gescheite Antworten finden". Keine Stellungnahme wollte der Abgeordnete zu den Auswirkungen der Causa Voggenhuber auf den Wahlausgang abgeben.
Pilz hatte den vormaligen grünen EU-Parlamentarier Johannes Voggenhuber in dessen Kampf um eine neuerliche Kandidatur für die Europawahl unterstützt und in Zeiten der Wirtschaftskrise eine schärfere soziale Positionierung der Partei gefordert.
Verweis auf Erfolge im Ausland
Klar ist aus Sicht des grünen Sicherheitssprechers, dass die Schuld an der Wahlniederlage nicht in der Themenlage zu suchen sei: Auf Wirtschaftskrise, Armutskrise und Klimakrise gebe es ebenso grüne Antworten wie bei der Sicherheit.
Auch die politische Lage in Europa spreche nicht gegen die Grünen, betonte Pilz mit Blick auf die Wahlerfolge in anderen Ländern und die gesamteuropäische - um bis zu 13 Mandate gestärkte - Fraktion der Europäischen Grünen im Europaparlament.
"Dank" an FPÖ-Graf
Die Erklärung, dass die innenpolitischen Themen die Europawahl überlagert und den Grünen geschadet hätten, lässt Pilz ebenfalls nicht gelten: "Von den Folgen der Finanzspekulation bis zu Kriminalität und Sicherheit geht es um Europa."
Kein Fehler waren aus seiner Sicht auch die harten Attacken auf die FPÖ und ihren Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf: "Das zweite Mandat haben wir wahrscheinlich Martin Graf zu veranken." Hier sei der Einsatz der Grünen "offensichtlich honoriert worden".
Links: