Mit Rücksicht auf Carradines Familie würden zunächst keine weiteren Einzelheiten bekanntgegeben, sagte der Botschaftssprecher. Die Zeitung "The Nation" berichtete unter Berufung auf Polizeiquellen, er habe sich offenbar in seinem Hotelzimmer erhängt.
Für Dreharbeiten in Bangkok
Carradine wurde vor allem als Darsteller des Caine in der 70er-TV-Serie "Kung Fu" bekannt. Außerdem spielte er in über 100 Kinofilmen, auch unter der Regie so namhafter Regisseure wie Ingmar Bergman, Martin Scorsese und Hal Ashby.
Seit ihn vor einigen Jahren Quentin Tarantino in seinem Film "Kill Bill" an prominenter Stelle besetzt hatte, war Carradines Karriere wieder in vollem Schwung. Er war seit Dienstag zu Dreharbeiten in Bangkok. In Medienberichten wurde spekuliert, es habe sich bei Carradines Tod um einen Unfall gehandelt.
In Garderobe stranguliert
Laut den Angaben wurde Carradines Körper nackt und in sitzender Haltung in einer begehbaren Garderobe gefunden, mit einer Vorhangschnur um den Hals und Teile seines Körpers gewickelt. Das Park Nai Lert Hotel bestätigte der Presse gegenüber nur, dass ein Hotelgast gestorben sei.
Kein Hinweis auf Verbrechen
Laut "The Nation" war der Schauspieler am Mittwochabend nicht zu einem vereinbarten gemeinsamen Abendessen mit der Filmcrew erschienen. Demnach versuchten Crewmitglieder an jenem Abend noch erfolglos, ihn telefonisch zu erreichen.
Seine Leiche wurde Donnerstagfrüh (Ortszeit) von einem Zimmermädchen des Hotels gefunden. Wie die Zeitung unter Berufung auf die Polizei schreibt, muss er zu diesem Zeitpunkt bereits seit etwa zwölf Stunden tot gewesen sein. Nichts deute auf ein Verbrechen hin.
Manager schockiert
Carradines Manager Chuck Binder zeigte sich gegenüber der britischen BBC schockiert. Er könne sich die Tat nicht erklären: "Er war so voller Leben, immer mit Lust zu arbeiten ... eine großartige Persönlichkeit." Carradine hinterlässt eine Frau, drei leibliche Kinder und vier Stiefkinder.
Links:
- David Carradine (Wikipedia)
- "The Nation"-Artikel