Problematisch für Allergiker seien Backwaren, die Reste an Nüssen enthalten, ohne dass das ausgeflaggt wird.
Mangelnde Orientierung für Konsumenten
Auch die Information über Nährwerte finde sich nicht, kritisiert die AK. "All das ist derzeit für Konsumenten nicht erkennbar, wenn sie Produkte offen einkaufen oder im Restaurant essen", so AK-Konsumentenschützer Heinz Schöffl am Freitag in einer Aussendung.
Jüngst in Diskussion stehen auch die Käseimitate, die zunehmend auf den Markt gelangen. 100.000 bis 150.000 Tonnen "Analogkäse" werden allein in Deutschland verarbeitet. Unter "Analogkäse" versteht man Mischungen von Milch, Milcheiweiß und pflanzlichen Fetten. Der Käse auf der Fertigpizza ist nicht selten "Analogkäse".
Streichkäse wird übrigens seit jeher pflanzliches Fett beigefügt, um ihn streichfähig zu machen.
Berlakovich: "Wer weiß, was in der Pizza ist"
Im Kampf gegen den "Kunstkäse" könne nur, wie Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich wenige Tage vor dem Weltmilchtag am 1. Juni einräumte, nur verbesserte Kennzeichnung helfen.
Der "Analogkäse" sei "nicht verboten, nichts Lebensbedrohendes". Aber, so der Minister: Wer wisse heute schon, dass auf seiner Pizza kein echter Käse liegt, nur weil in der Inhaltsbeschreibung pflanzliche Fette statt Käse steht. Einfach werde eine Änderung aber nicht, so Berlakovich.
NGOs fordern bessere Kennzeichnung
NGOs im Lebensmittelbereich wie Foodwatch fordern schon seit geraumer Zeit eine genauere Kennzeichnung von Lebensmitteln, durch die die Konsumenten über die tatsächlichen Mengen der enthaltenen Inhaltsstoffen informiert werden sollen.
Politik fordert Aufklärung
Die FPÖ erinnerte am Freitag via Aussendung an einen Allparteienantrag im Nationalrat, der auf Drängen der Freiheitlichen zustande gekommen sei, wonach Käseimitate nicht mehr die Bezeichnung Käse tragen dürften. Gefordert wird auch eine Informationskampagne zur "Aufklärung über Käseimitate".
Auch Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch (ÖVP) betonte am Freitag die Notwendigkeit der Konsumenteninformation: "Es muss künftig verboten sein, den Konsumenten zu suggerieren, dass es sich bei Käseimitaten um Milchprodukte handelt." Auch Grillitsch reklamierte für sich, den Vorstoß zu diesem Thema gemacht zu haben.
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