Auf Platz zwei liegen ex aequo die parteiunabhängigen Fachschaftslisten (FLÖ) mit voraussichtlich 15 Sitzen (plus zwei) und die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) mit wie bisher ebenfalls 15.
VSStÖ rutscht ab
Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) verlor drei Mandate auf insgesamt acht Sitze. Einige Ergebnisse aus Graz waren Freitagmittag zwar noch ausständig, die Mandate für die BV sind aber unstrittig.
Tiefststand bei Wahlbeteiligung?
Die Wahlbeteiligung dürfte einen Tiefpunkt erreicht haben. Sie lag laut APA-Berechnung bei 25,7 Prozent. Von der Wahlkommission gibt es bisher keine Angaben über die Wahlbeteiligung. Die bisher geringste Beteiligung gab es bei der ÖH-Wahl 1999 mit 27,53 Prozent. Bei der Wahl 2007 betrug sie 28,7 Prozent.
Hält RFS sein Mandat?
Von den kleineren Fraktionen dürften die beiden getrennt angetretenen kommunistischen Listen je ein Mandat errungen haben, bisher war nur der Kommunistische StudentInnen Verband (KSV) im Studentenparlament vertreten, die Linke Liste nicht.
Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) dürfte sein Mandat nach einer Zitterpartie knapp verteidigt haben, die Jungen Liberalen StudentInnen (JuLis) sind dagegen fix draußen. Zwei Mandate gehen an fraktionslose Listen, die den FLÖs nahestehen dürften.
Verzögerung durch E-Voting
Verzögert wurde die Stimmenauszählung offenbar durch Anlaufschwierigkeiten mit dem im Zuge des erstmals durchgeführten E-Voting eingesetzten Wahladministrationssystem.
Im Vergleich zu den Vorjahren ging die Ergebnisbekanntgabe wesentlich langsamer vor sich. Bis kurz vor Mitternacht waren erst die Ergebnisse von 15 der 21 Unis bekannt, große Hochschulen wie die Uni Wien und die Uni Graz fehlten noch.
Wahlbeteiligung erneut gesunken?
Die Wahlbeteiligung dürfte insgesamt gesunken sein. Sie liegt bei ÖH-Wahlen ohnehin traditionell niedrig bei nicht einmal 30 Prozent.
Verhältnisse in Bundesvertretung noch unklar
Am Ende der Auszählung stehen dann zwar die Ergebnisse aller Universitäten fest, die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesvertretung werden allerdings noch nicht klar sein.
So wird rund ein Viertel der insgesamt rund 85 Mandate in der Bundesvertretung von Vertretern der Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen besetzt, die von den einzelnen Hochschulen erst in den nächsten Wochen bestimmt werden.
Für Hahn "sehr okay"
Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP bezeichnete den Ausgang der Wahl als "sehr okay". Die Legitimation der ÖH als Studentenvertretung sieht er auch durch die geringere Wahlbeteiligung nicht infrage gestellt: "Sie ist die gewählte, öffentlich-rechtliche Studentenvertretung", egal ob sie von 24 oder 40 Prozent der Studenten gewählt worden sei.
Vier wollen regieren
Die Spitzenkandidaten der drei größten Fraktionen zeigten sich mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden. Samir el Mobayyed (AG), Sigrid Maurer (GRAS) und Manfred Menhart (FLÖ) streben eine Beteiligung in der Bundesvertretung an. Aber auch der VSStÖ will mitregieren.
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