Die Schüler wollen am Freitag um 10.00 Uhr vor dem Parlament gegen die Einigung zwischen Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und der Lehrergewerkschaft demonstrieren, sagte Bundesschulsprecher Nico Marchetti von der ÖVP-nahen Schülerunion zur APA.
Gleichzeitig kursiert eine Ketten-SMS unbekannter Herkunft, in der Schüler aufgefordert werden, am Freitag "nicht in die Schule zu kommen".
Teilnahme von 6.000 Schülern erwartet
Marchetti hofft, dass sich dem Beschluss der überfraktionell besetzten Bundesschulvertretung auch die Schülerunion und die SPÖ-nahe Aktion Kritischer Schüler (AKS) anschließen werden.
Die Bundesschülervertretung werde nun beginnen, per SMS, Mail und Internet Jugendliche zu mobilisieren. Aufgrund der Stimmung unter den Schülern rechnet Marchetti mit 5.000 bis 6.000 Teilnehmern in Wien. Möglicherweise könnte es auch in anderen Bundesländern Aktionen geben.
Streikaufruf aufs Handy
Unterdessen geisterte am Dienstag ein ominöser Aufruf für einen Schülerstreik, der ebenfalls am Freitag stattfinden soll, per SMS durch Österreich. "Sollten WIR Schüler unsere freien Tage wegen eines Streits zwischen Lehrer und Politiker nehmen lassen? Nein! Am Freitag, den 24. April 2009 bleiben die Bänke leer, für unsere Freizeit! Schickt diese SMS weiter durch Österreich", heißt es in der Textnachricht.
Wer hinter der Aktion steht, ist nicht bekannt. Die Schülerunion selbst hat laut eigenen Angaben nichts damit zu tun, auch die AKS distanzierte sich.
Festhalten am Boykott der PISA-Tests
die laufenden PISA-Tests sollen weiterhin von den Schülern boykottiert werden, forderte Marchetti. Seit dem Lehrerstreit wurde nach Angaben der Schülerunion und der Bundesschülervertretung an rund 20 Prozent der Schulen der Test ausgesetzt. Wenn 15 Prozent der teilnehmenden Schulen den Test boykottieren, kann die PISA-Studie von der OECD nicht ausgewertet werden.
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