28. Mai 1991: Mit einem eintägigen Warnstreik protestieren die nicht akademisch ausgebildeten Pflichtschullehrer gegen die ihrer Ansicht nach zu große Gehaltsdifferenz zu AHS-Lehrern. Vor Schulschluss treten Lehrer an Pflichtschulen und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) in einen eintägigen Warnstreik für eine Angleichung der Gehälter von Lehrern ohne und mit Universitätsausbildung.
29. August 1991: Pflichtschullehrer kündigen an, wegen der Nichterfüllung ihrer Gehaltsforderungen im Schuljahr 1991/92 keine Schulveranstaltungen mehr abzuhalten und andere, nichtpädagogische Leistungen (Mitarbeit bei statistischen Erhebungen, Inkassotätigkeit etc.) einzustellen. Gleich nach Schulbeginn können sich Lehrervertreter und Beamtenstaatssekretär Peter Kostelka (SPÖ) allerdings einigen.
9. April 1992: An allen 700 BMHS finden Warnstreiks wegen der geplanten Umschichtung von Lehrerstunden von den berufsbildenden Schulen zu den AHS statt. An den Gymnasien wird mit Dienststellenversammlungen ebenfalls gegen die vorgesehene Stundenverteilung protestiert.
25./26. Jänner 1995: Wiens Pflichtschullehrer halten Dienststellenversammlungen aus Unmut gegen geplante Einsparungen wie die Einführung der 45-Minuten-Unterrichtsstunde etc. ab, am Tag danach folgen landesweit alle AHS und die niederösterreichischen Pflicht- und Berufsschulen.
29. April 1998: Die AHS-Lehrer halten Dienststellenversammlungen, die BMHS-Lehrer einen Aktionstag wegen des umstrittenen Lehrergehaltsgesetzes ab.
31. September 1998: Die AHS-Lehrer protestieren bei Dienststellenversammlungen gegen das neue Besoldungsschema.
20. November 2000: Die ersten beiden Unterrichtsstunden an den AHS entfallen wegen Dienststellenversammlungen gegen die Sparpläne im Bildungsbereich. In den folgenden Tagen kommt es u. a. zu Protestkundgebung der Berufsschullehrer vor dem Unterrichtsministerium und einem eintägigen Warnstreik der AHS-Lehrer.
28. März 2001: In Vorarlberg nehmen Tausende Lehrer aller Schultypen an einer Dienststellenversammlung wegen ihrer Ansicht nach übertriebener Sparmaßnahmen im Bildungsbereich teil und sprechen sich für einen unbefristeten Streik aus.
2. April 2001: In einer Urabstimmung sprechen sich die AHS-Lehrer zwar gegen einen Streik wegen Änderungen des Dienstrechts (neues Bezahlungsschema bei Klassenvorstandstätigkeiten etc.) aus. Dennoch macht ein Teil der AHS-Lehrer im Schuljahr 2001/02 nur "Dienst nach Vorschrift" und boykottiert mehrtägige Schulveranstaltungen (Skikurse, Sprachwochen etc.).
2. Mai 2002: In Vorarlberg halten 1.000 bis 2.000 der insgesamt 5.000 Lehrer aller Schultypen Warnstreiks gegen die Bildungspolitik von Bundes- und Landesregierung ab. Dazu aufgerufen hatte die erst ein Jahr zuvor gegründete Unabhängige Bildungsgewerkschaft (UBG), die GÖD hatte sich strikt dagegen ausgesprochen.
9. April 2003: An AHS finden die ersten Dienststellenversammlungen wegen der Streichung von zwei Unterrichtsstunden pro Woche statt. Ein "echter" Streiktag wurde von der GÖD für den 9. April nicht genehmigt. In derselben Woche gibt es auch an BMHS Infoveranstaltungen für die Lehrer.
6. Mai 2003: Am Tag des allgemeinen ÖGB-Protests gegen die Pensionsreform wird auch an den AHS gestreikt: gegen die Pensionsreform und die Stundenreduktion. In den folgenden Tagen werden an Pflichtschulen Dienststellenversammlungen mit Informationen über die Pensionsreform und deren Auswirkungen auf die Lehrer abgehalten.
13. Mai 2003: Praktisch flächendeckender Streiktag an den Pflichtschulen, den BMHS und den meisten Berufsschulen: Die Pflichtschul- und Berufsschullehrer protestieren damit gegen die Pensionsreform, die BMHS-Lehrer sowohl gegen die Pensionsreform als auch gegen die Stundenkürzung. In Oberösterreich wird einen Tag später gestreikt.
26. Mai 2003: Die AHS-Lehrer streiken gegen den Plan, ab dem Schuljahr 2003/04 zwei Unterrichtsstunden pro Woche zu streichen. Kurzfristig wird das Streikthema noch um die Pensionsfrage erweitert.
3. Juni 2003: Es ist der fünfte Protesttag der Lehrer innerhalb von acht Wochen. Erstmals haben aber alle fünf Lehrersektionen in der Gewerkschaft (Pflichtschulen, AHS, BMHS, Berufsschulen, Landwirtschaftsschulen) am selben Tag zum Streik gegen die Pensionsreform (höherer Abschläge bei Frühpensionen etc.) aufgerufen.
4./5. Oktober 2007: An den AHS und BMHS finden Dienststellen- und gewerkschaftliche Betriebsversammlungen statt, um gegen die geplanten Modellregionen zur "Neuen Mittelschule" zu protestieren.
März 2009: Bei Dienststellenversammlungen wird über den Plan von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) informiert, die Unterrichtsverpflichtung für alle Lehrer um zwei Stunden anzuheben. 90 Prozent der Lehrer zeigen sich dabei streikbereit. Die Bundeskonferenz der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst fasst wenige Tage später einen Vorratsbeschluss, der das Präsidium ermächtigt, jederzeit einen Lehrerstreik auszurufen.
23. April 2009: Die GÖD plant für diesen Tag eine Protestveranstaltung für Lehrer aus ganz Österreich in Wien.