Das beschlossen die linken Jugendorganisationen Revolution und Funke, die Sozialistische Linkspartei (SLP) und die SPÖ-nahe Aktion Kritischer Schüler (AKS) Ende letzter Woche. Auch die Sozialistische Jugend wird den Schulstreik mitorganisieren, sagte Roman Birke von Revolution zur APA.
Es soll in allen Landeshauptstädten Demonstrationszüge geben, so Birke; nur in Klagenfurt sei noch unsicher, ob es Aktionen geben werde.
"Politisches Signal"
Insgesamt rechnet der Revolution-Sprecher mit mindestens 5.000 bis 6.000 Teilnehmern. Der Termin sei als "bewusstes politisches Signal an die Gewerkschaft" gewählt worden, dass diese sich zu mehr als dem angekündigten Boykott der PISA-Studie entschließen solle.
Die Organisatoren der Demonstrationen stellten vier Forderungen an die Politik zusammen: Nein zur Mehrarbeit für Lehrer, kleinere Klassen und mehr Pädagogen, Nein zur sozialen Selektion und "Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne - eure Krise zahlen wir nicht".
Maßnahmen gefordert
Einige Tage davor, am 15. April, läuft ein Ultimatum der ÖVP-nahen Schülerunion an Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) ab. Sollte sie darauf nicht reagieren, werde man sich dem von der (ebenfalls ÖVP-nahen) Lehrergewerkschaft angekündigten Boykott der PISA-Studie anschließen.
Schüler könnten die Testfragen absichtlich falsch beantworten und die Studie so nutzlos machen, so Matthias Hansy, Bundesobmann der Schülerunion.
Die Schülervertreter fordern von der Ministerin Maßnahmen zur Qualitätssicherung, einen dezidierten Verzicht auf eine zentrale Matura sowie die "Einführung von mitbestimmenden Schulpartnergremien (Eltern, Lehrer, Schüler) auf Bundes- und Landesebene".
"Politik der kleinen Nadelstiche"
Auch die Lehrergewerkschaft hat konkrete Kampfmaßnahmen gegen die von Schmied geplante Arbeitszeit-Ausweitung im Talon. Als Erstes soll Medienberichten zufolge ein Boykott der nächsten PISA-Testrunde kommen, der Startschuss ist nach Ostern geplant.
Den Boykott plane man gemeinsam mit den AHS-Lehrern und der Bundesschülervertretung. Ziel sei eine "Politik der kleinen Nadelstiche" ab 15. April. "Wir wollen ein Signal setzen, dass die Ministerin ohne uns nichts umsetzen kann", sagt Jürgen Rainer, Chef der Lehrergewerkschafter für die Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BHMS), in der "Tiroler Tageszeitung" ("TT").
Auch Vorkehrungen für Streikposten werden bereits getroffen, "sollte eine ministerielle Weisung zur Durchführung an die Direktion erfolgen", zitiert der "Kurier" aus einer von Rainer an die Lehrer gerichteten E-Mail.
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