Seine ersten politischen Sporen verdiente er sich dann in der Umweltorganisation Global 2000, wo er zwischen 1989 und 1999 unter anderem als Pressesprecher und politischer Koordinator tätig war. Eine seiner Weggefährtinnen damals war die heutige Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig.
Gegen Kraftwerke und Gentechnik
Wenn es um ein Kraftwerk ging, war Lockl in den 90ern stets zur Stelle. So kampagnisierte er etwa gegen das Kraftwerk Lambach in Oberösterreich und organisierte den österreichischen Widerstand gegen grenznahe AKWs etwa in Bohunice und Mochovce mit. Sein wohl größter Erfolg war das von ihm mitorganisierte Gentechnik-Volksbegehren.
Vom Kampagnenleiter zum Parteisekretär
Neben seiner Tätigkeit bei Global 2000 absolvierte der aus eher bürgerlichem Haus stammende Lockl ein Studium der Politikwissenschaft und Publizistik, das er 1995 mit einem Magistertitel abschloss. So vorbereitet heuerte er 1999 bei den Grünen an, wo er unter Alexander Van der Bellen zu einem der wichtigsten Strategen heranwuchs.
Zunächst als Kampagnenleiter aktiv, wurde er später Kommunikationschef und im November 2006 Bundesparteisekretär, eine bei den Grünen damals neu geschaffene Position, die der des Generalsekretärs oder Bundesgeschäftsführers in anderen Parteien entspricht.
Nicht unumstritten
Einen Sitz im Parlament hatte der stets glatt bis verbindlich auftretende Lockl nie. Intern war er nie ganz unumstritten. Er galt neben Dieter Brosz als einer der Masterminds der grünen Strategie unter Van der Bellen, geriet dabei aber weniger ins Schussfeld als Brosz.
Diese Streitereien hat Lockl hinter sich. Er will sich nun neuen Projekten zuwenden. Sollte es bis dahin noch etwas dauern, kann er sich immerhin mehr um seine Familie - mit seiner Lebensgefährtin, der ORF-Journalistin Claudia Reiterer, hat er einen kleinen Sohn - sowie um seine Hobbys kümmern. Lockl spielte dereinst in der Schach-Bundesliga und ist leidenschaftlicher Fan der Wiener Austria.
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