Zuletzt kündigten die beiden britischen Luxusmarken Jaguar und Land Rover sowie der US-amerikanische Kultmotorradbauer Harley-Davidson Stellenstreichungen an.
Die beiden britischen Autoproduzenten, mittlerweile im Besitz der indischen Tata-Motor-Gruppe, streichen 300 Jobs im Management und 150 weitere in der Verwaltung. Für Manager gibt es außerdem 2009 keine Bonuszahlungen.
"Richtig und angemessen"
"Es ist nur richtig und angemessen, dass unsere Antwort auf die unvermeidlichen Auswirkungen der Kreditkrise und eines massiven Absatzrückgangs zu Maßnahmen auf allen Ebenen des Unternehmens führt", sagte Konzernchef David Miller Mitte Jänner.
"Wir rechnen damit, dass die Verkaufszahlen für einige Zeit nicht zu einem normalen Niveau zurückkehren." Tata hatte die beiden britischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover im Juni 2008 für rund 2,3 Mrd. Dollar (fast 1,8 Mrd. Euro) von Ford gekauft.
Harley streicht 1.100 Jobs
Harley-Davidson streicht nach einem Gewinneinbruch rund 1.100 Stellen. Die Zahl entspricht mehr als einem Zehntel der Gesamtbelegschaft.
Drastischer Gewinneinbruch
Der Umsatz der Motorradschmiede mit Sitz in Milwaukee (US-Bundesstaat Wisconsin) ging im Vorjahr um sieben Prozent auf rund 1,3 Mrd. Dollar (knapp über eine Mrd. Euro) zurück. Der Unternehmensüberschuss sank im letzten Jahr um rund 30 Prozent auf etwa 655 Mio. Dollar (510 Mio. Euro). Im letzten Quartal knickte der Gewinn um fast 60 Prozent ein.
"Nicht immun" gegen die Krise
Der Traditionskonzern kämpft bereits seit längerem mit Problemen und bekam die Folgen der US-Finanzkrise als einer der ersten zu spüren.
2008 lieferte das Unternehmen gut 300.000 Motorräder seiner Hauptmarke Harley-Davidson aus - ein Rückgang um acht Prozent. Im laufenden Jahr sollen es sogar maximal 273.000 sein, erwartet wird damit ein weiteres Minus von zehn bis 13 Prozent.
"Dank einer einzigartigen Marke haben wir zwar einen soliden Markt", so Firmenchef Jim Ziemer Ende Jänner. "Wir sind aber nicht immun gegen das gegenwärtige wirtschaftliche Umfeld."
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