Nach einem Bericht der "Washington Post" irrten die Mitarbeiter Obamas durch die Hallen des Weißen Hauses wie Schüler an ihrem ersten Schultag auf der Suche nach ihren Büros.
Veraltete Computer und Programme
Stundenlang mussten sich die neuen Mitarbeiter von Helfern Regeln erklären lassen - z. B. wie sie ihre Gehaltsschecks bekommen. Sie sahen sich mit einem Haufen Formularen, die sie auszufüllen hatten, konfrontiert.
Auf den verstaubten Computern liefen sechs Jahre alte Programme, PCs und Laptops waren Mangelware. Die vom Obama-Mitarbeiterstab bevorzugten Macintosh-Computer gibt es im Weißen Haus nicht.
"Von der Xbox zum Atari"
Zudem fehlten Telefonleitungen, die vorhandenen wiederum brachen unter der Last der Anrufe zusammen. Die Kommunikation im Weißen Haus und hinaus war durch Sicherheitsvorschriften umständlich und oft unmöglich. Ein Mitarbeiter, dessen privates Handy eingezogen worden war, ließ die Anrufe gar auf das Mobiltelefon seiner Ehefrau umleiten.
Die steinzeitlich anmutenden technischen Gegebenheiten umschreibt der Sprecher Obamas, Bill Burton, sarkastisch: "Es ist, als müsste man von der Xbox auf den Atari umsteigen."
Weniger Technik für Bush
Der Vorgänger Obamas, Ex-Präsident George W. Bush, war offenbar mit deutlich weniger Technik ausgekommen. Bisher hatten die US-Präsidenten aus Sicherheitsgründen fast gänzlich auf E-Mail-Verkehr verzichtet.
Der Internet-Direktor von Bush, David Almacy, musste bei seiner Anstellung im Jahr 2005 eine Woche lang warten, bis er einen Computer und einen BlackBerry bekam.
Neues Zeitalter im Weißen Haus
Es verwundert also nicht, dass sich das neue Team im Weißen Haus in der technischen Steinzeit wiederfand und dementsprechend aufrüsten muss.
Während Bush und seine Berater ihre gesamte Amtszeit lang ohne Hightech ausgekommen waren, scheint ein Arbeiten ohne moderner Kommunikations- und Computertechnik für die Mitarbeiter Obamas undenkbar zu sein.
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