Tempelhof wurde 1923 errichtet

Der Schließung des Berliner Flughafens ging ein erbitterter Streit voraus.
Seit wenigen Monaten ist der älteste Verkehrsflughafen der Welt Geschichte. Nach 85 Jahren hoben Ende Oktober 2008 in Berlin-Tempelhof die letzten beiden Maschinen, ein historischer "Rosinenbomber" und eine Junkers "Tante Ju", ab.

Symbol für Freiheitswillen
Vor allem wegen dieser historischen Bedeutung war die Schließung in der Stadt bis zuletzt umstritten. Tempelhof gilt seit der Luftbrücke 1948/1949 vielen als Symbol für den Freiheitswillen und das Durchhaltevermögen der Stadt.

Damals versorgten Briten und US-Amerikaner während der Blockade durch die Sowjets die Stadt über ein Jahr lang aus der Luft. Die Flugzeuge mit den Hilfsgütern wurden "Rosinenbomber" genannt.

Der 1923 eröffnete Flughafen wurde von den Nazis ausgebaut. Sie errichteten das mehr als 1,2 Kilometer lange Flughafengebäude als Eintrittspunkt in ihre "Welthauptstadt Germania".

Flugverkehr nach Tegel und Schönefeld verlegt
Zuletzt schrieb der Komplex Verluste. Der Berliner Senat, der die Schließung Tempelhofs durchsetzte, bezifferte das Minus auf jährlich rund zehn Millionen Euro. Starts und Landungen wurden auf die anderen Standorte Tegel und Schönefeld verlegt.

Trotz der am Ende geringen Bedeutung sorgte die Zukunft des Stadtflughafens im Vorjahr in Berlin für Emotionen wie kaum ein anderes Thema. Ein Volksentscheid zur Offenhaltung war im Frühjahr 2008 allerdings gescheitert.

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