"Tief sitzendes Gefühl von Ungerechtigkeit"

Polizeigewerkschaft fürchtet Zunahme der Gewalt.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fürchtet als Folge der Wirtschaftskrise auch eine Zunahme der Gewalt in Deutschland.

Die Krise der Wirtschaft und die Gefahr steigender Arbeitslosigkeit verstärkten vor allem bei jungen Menschen das Gefühl der Perspektivelosigkeit und Hoffnungslosigkeit, sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt kürzlich in Berlin.

"Vermeintlich einfache Lösungen"
Ein tief sitzendes Gefühl von Ungerechtigkeit und sozialer Kälte habe sich in weiten Teilen der Bevölkerung verfestigt und häufig sei Gewalt die einzige Antwort, die junge Menschen fänden.

Für das kommende Jahr sei zu befürchten, dass Straßenkriminalität und politisch motivierte Gewalt extremistischer Täter zunehmen würden, warnte Wendt. Die Wirtschafts- und Finanzkrise begünstige polarisierende politische Kräfte, "die den Menschen vermeintlich einfache Lösungen für gesellschaftlich komplexe Sachverhalte versprechen".

"Schlimme Exzesse der Gewalt"
Bereits im Jahr 2008 habe es "schlimme Exzesse der Gewalt" gegeben. Polizisten seien als erkennbare Repräsentanten staatlicher Ordnung immer wieder Ziel hemmungsloser Gewalt geworden. Das Attentat auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl sei eine "scheußliche Zuspitzung dieser Tendenz" gewesen.

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