Energiesparlampen weit effizienter
Herkömmliche Glühbirnen nutzen nur fünf Prozent des von ihnen verbrauchten Stroms für die Lichterzeugung. Der Rest verpufft als Wärme. Energiesparlampen wandeln dagegen rund 25 Prozent des Stroms in Licht um. So bringt eine Elf-Watt-Sparlampe eine vergleichbare Leuchtleistung wie eine Glühbirne mit 60 Watt und verbraucht dabei rund 80 Prozent weniger Strom.
Halogenglühlampen können in puncto Effizienz nicht mithalten, die sparsamsten Varianten kommen aber gegenüber der Glühbirne auf eine Stromersparnis von 50 Prozent. Leuchtdioden wiederum sind zwar ebenfalls 80 Prozent effektiver als Glühbirnen, aber bisher vorwiegend mit geringen Wattzahlen und damit auch geringerer Lichtausbeute auf dem Markt. Dennoch gelten LEDs als die Zukunftshoffnung.
Deutlich teurer
Gegenüber der "klassischen" Glühbirne sind andere Lampenarten nicht nur sparsamer, sondern in der Anschaffung auch teurer. Kostet eine Glühbirne rund einen Euro, so müssen Verbraucher für eine Energiesparlampe fünf bis acht und für eine relativ sparsame Halogenglühlampe acht bis zehn Euro berappen.
Billig-Energiesparlampen für die Standardfassung E27 sind aber im Mehrfachpack inzwischen auch schon für weniger als zwei Euro pro Stück im Handel erhältlich, Markenlampen gibt es in der Großpackung ab rund drei Euro pro Stück.
Kosten werden eingespart
Den höheren Anschaffungspreis etwa bei Energiesparlampen gleicht auf längere Sicht der geringere Stromverbrauch wieder aus. Teils betragen die jährlichen Gesamtkosten für Lampenkauf und Strom so nur ein Viertel der Kosten einer konventionellen Glühbirne.
Dazu trägt auch die höhere Lebensdauer bei, die bei Energiesparlampen mit 10.000 Brennstunden ungefähr zehnmal so hoch ist wie bei der Glühbirne. Halogenlampen haben nach Herstellerangaben eine rund dreimal so hohe Lebensdauer. Leuchtdioden halten demnach sogar "ein Leben lang", eine LED-Lampe kann aber bei einer Leuchtleistung von 40 Watt rund 50 Euro kosten.
Nicht alle sind dimmbar
Das von Halogenlampen erzeugte Licht kommt demjenigen der "klassischen" Glühbirne besonders nah. Sie lassen sich auch dimmen, anders als viele Energiesparlampen. Bei diesen den empfiehlt es sich dagegen, auf die Lichtfarbe und Farbwiedergabe zu achten.
Für Wohn- und Schlafräume eignen sich Lampen mit warmweißer Lichtfarbe, zum Beispiel in der Küche könnte auch kaltweißes Licht mit weniger Rot- und mehr Blauanteil zum Einsatz kommen.
Unterschiede bei Farbverfälschungen
Dreistellige Ziffern auf der Verpackung helfen bei der Auswahl: Je höher die erste Ziffer ist, desto weniger verfälscht das Licht die Farben; am besten ist ein Neuner. Die anderen beiden Ziffern stehen für die Lichtfarbe.
Oft lassen sich Lampen vor dem Kauf im Handel testen - so lässt sich auch prüfen, wie schnell sie die volle Helligkeit erreichen. Denn einige Energiesparlampen gehen fast sofort an, manche Billigmodelle sind erst nach zwei Minuten vollständig hell.
Auf Entsorgung achten
Energiesparlampen sind elektronische Geräte und enthalten Quecksilber. Daher gehören sie auf den Sondermüll - während sowohl Halogenglühlampen wie auch Leuchtdioden mit dem Hausmüll entsorgt werden können.
Wer sich bei Energiesparlampen vor einem Entweichen des Quecksilbers im Falle des Zerbrechens schützen will, kann etwa im Kinderzimmer Lampen mit einer zusätzlichen Silikonummantelung verwenden.
Deike Stolz, AFP