Offen ist, ob auch Staatssekretärin Christa Kranzl (SPÖ) ihr Recht in Anspruch nimmt.
Gusenbauer: Nicht auf der Tasche liegen
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) hatte bereits in seinem letzten Ministerrat am Mittwoch angekündigt, er werde die ihm für ein halbes Jahr zustehenden Bezüge nicht in Anspruch nehmen: "Ich werde der Republik nicht auf der Tasche liegen."
Buchinger geht zum AMS
Die übrigen Minister treten entweder unmittelbar nach ihrem Ausscheiden aus der Regierung neue Jobs an oder wechseln in den Nationalrat und haben damit keinen Anspruch. Sozialminister Erwin Buchinger (SPÖ) hatte angekündigt, ins Arbeitsmarktservice in Wien zu wechseln.
Justizministerin Maria Berger (SPÖ) wird Mitte Dezember im EU-Parlament angelobt. Der parteilose Außenamtsstaatssekretär Hans Winkler geht in Pension.
Molterer und Bartenstein im Nationalrat
Die restlichen scheidenden Ressortchefs wechseln ins Parlament. Sowohl Außenministerin Ursula Plassnik als auch Wirtschaftsminister Martin Barteinstein und Wilhelm Molterer (alle ÖVP) nehmen ihr Mandat im Nationalrat an.
Molterer hatte zuletzt allerdings angekündigt, er werde sich "neu orientieren", auch Bartenstein sprach davon, neben seiner parlamentarischen Arbeit einer Tätigkeit in der Wirtschaft nachgehen zu wollen.
Auf SPÖ-Seite wechseln Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter und Frauenministerin Heidrun Silhavy ins Parlament.
Bei wem sich nichts ändert
In der Regierung bleiben der künftige Kanzler, Verkehrsminister Werner Faymann (SPÖ), wie auch der künftige Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll (ÖVP), der aus dem Landwirtschaftsressort kommt.
Auf ihren angestammten Posten bleiben Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ), Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP), Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ), Innenministerin Maria Fekter (ÖVP).
Rochade bei Aufgabengebieten
Ebenfalls der Regierung erhalten bleiben die Staatssekretäre Christine Marek und Reinhold Lopatka (beide ÖVP).
Sie bekommen aber neue Aufgaben - Marek kümmert sich künftig statt um Arbeit um Jugend und Familie, Lopatka wechselt vom Bundeskanzleramt ins Finanzressort, wo er erneut als Staatssekretär tätig sein wird.
Wie viel gezahlt wird
Laut Bezügegesetz steht scheidenden Regierungsmitgliedern sechs Monate lang eine Fortzahlung von 75 Prozent ihres Bezugs zu - zuzüglich der anteilmäßigen Berücksichtigung des 13. und 14. Gehalts. Damit bleiben die monatlichen Bezüge quasi gleich. Der Bundeskanzler bezieht derzeit 20.400 Euro brutto, der Vizekanzler 17.952 Euro.
Minister erhalten 16.320 Euro, Staatssekretäre 14.688 Euro. Ausgangspunkt der 1997 fixierten Bezügepyramide ist das Gehalt der Nationalratsabgeordneten, die monatlich 8.160 Euro verdienen.
Der Bundeskanzler verdient das Zweieinhalbfache, Minister das Doppelte der Abgeordnetengehälter. Der Vizekanzler erhält 220 Prozent der Parlamentariergehälter. Zuletzt erhöht wurden die Politikerbezüge Mitte 2008 - um 1,7 Prozent.
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