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| ©Bild: APA/M. Hirsch |
Bures wieder Ministerin
Bei der SPÖ sind ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer (Sozialminister), die niederösterreichische Landesrätin Gabriele Heinisch-Hosek (Frauenministerin), der Chef der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse, Alois Stöger (Gesundheitsminister), und die bisherige SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures (Infrastrukturministerin) neu im Team.
Bures bringt freilich bereits Regierungserfahrung aus ihrer Zeit als Frauenministerin im Kabinett von Alfred Gusenbauer (SPÖ) mit.
Auch ÖVP setzt auf neue Gesichter
Vier neue Gesichter gibt es auch im Team der Volkspartei: Als größte Überraschung gilt die auf einem ÖVP-Ticket sitzende parteilose Justizministerin Claudia Bandion-Ortner - mehr dazu in oe1.ORF.at.
Pröll holte zudem den bisherigen Zweiten Nationalratspräsidenten Michael Spindelegger (Außenminister), den stellvertretenden Wirtschaftskammer-Generalsekretär Reinhold Mitterlehner (Wirtschaftsminister) und den bisherigen burgenländischen Agrarlandesrat Nikolaus Berlakovich (Landwirtschaftsminister) in die Regierung.
Darabos, Schmied, Fekter, Hahn
Lediglich vier Minister bleiben auf ihren angestammten Posten: Neben Verteidigungsminister Norbert Darabos und Bildungsministerin Claudia Schmied (beide SPÖ) bleiben Innenministerin Maria Fekter und Wissenschaftsminister Johannes Hahn (beide ÖVP) ihren Ressorts treu.
Infrastrukturminister Faymann wechselt ins Kanzleramt, sein Gegenüber Pröll vom Landwirtschaftsministerium ins Vizekanzleramt und Finanzressort.
Zwei Staatssekretäre weniger
Von sechs auf vier reduziert wird im Kabinett Faymann die Zahl der Staatssekretäre.
SPÖ-Staatssekretäre werden Josef Ostermayer, der unter anderem das Thema Medien betreut, und Andreas Schieder, der als roter Aufpasser im Finanzministerium angesiedelt ist.
Bei der ÖVP wird der bisherige Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka künftig Staatssekretär im Finanzministerium. Weitere Staatssekretärin der ÖVP bleibt Christine Marek, sie wird nach wie vor dem Wirtschaftsministerium unterstellt sein.
Wer sich verabschieden muss
Für jeweils fünf Regierungsmitglieder kommt mit dem Kabinett Faymann das Aus: Auf der roten Seite scheiden Justizministerin Maria Berger, Sozialminister Erwin Buchinger, Frauenministerin Heidrun Silhavy sowie die Staatssekretäre Christoph Matznetter und Christa Kranzl aus ihren Ämtern.
Bei der ÖVP sind neben Vizekanzler Wilhelm Molterer auch Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, Außenministerin Ursula Plassnik, deren Staatssekretär Hans Winkler sowie Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky nicht mehr in der Regierung vertreten.
Ein Drittel Frauen
Insgesamt gehören sechs Frauen der neuen Regierung an. Der Frauenanteil liegt damit bei genau einem Drittel, wobei SPÖ und ÖVP je drei weibliche Regierungsmitglieder stellen.
Damit ist die neue Regierung etwas weniger weiblich als die alte - das Kabinett Gusenbauer hatte einen Frauenanteil von 40 Prozent. Der Frauenanteil im Kabinett Faymann ist mit 33,3 Prozent aber der zweithöchste in der Zweiten Republik.
Westliche Bundesländer nicht vertreten
Leer ausgegangen sind in der neuen Regierung die westlichen Bundesländer Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Kärnten. Weder die SPÖ noch die traditionell noch stärker föderalistisch ausgerichtete ÖVP haben Personal aus besagten Bundesländern rekrutiert.
Dafür stellen die Wiener mit insgesamt sechs Mitgliedern wie auch in vergangenen Regierungen wieder die Mehrheit. Vier Mitglieder kommen aus Oberösterreich, je drei aus Niederösterreich und dem Burgenland sowie zwei aus der Steiermark.
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