Nach dem Tod Haiders im Rampenlicht

Kurz nach dem Tod Haiders wurde Petzner noch als dessen logischer Nachfolger gehandelt.
Er werde in Zukunft "dort sein, wo mich meine politischen Freunde haben wollen und brauchen", hatte Stefan Petzner kurz nach dem Tod seines "Lebensmenschen" Jörg Haider gesagt. Doch die Spitze des BZÖ, wie noch im Oktober angekündigt, ist es nicht geworden.

Bewunderer Haiders
Bei einem Grenzlandfest hatte der am 17. Jänner 1981 in Laßnitz im Bezirk Murau geborene Petzner - der elterliche Hof liegt sowohl in Kärnten als auch in der Steiermark - Haider kennen- und bewundern gelernt.

Seine ersten politischen Gehversuche absolvierte er als Chef der Freiheitlichen Studenten an der Uni Klagenfurt, wo er Publizistik studierte. 2004 holte der Kärntner Landeshauptmann den jungen Petzner als persönlichen Sprecher zu sich.

Erfolgreicher Wahlkampfmanager
Von da an ging es steil bergauf: Im Juni 2006 wurde der damals 25-Jährige stellvertretender BZÖ-Bundesobmann, im November geschäftsführender Kärntner Landesparteichef.

Für die Ortstafel- und Anti-EU-Kampagne zeichnete er ebenso verantwortlich wie für die Nationalratswahlkampagne 2006; für jene im heurigen Jahr genauso, schließlich war er im Sommer 2008 auch noch - gemeinsam mit Martin Strutz - Generalsekretär des BZÖ geworden.

Als BZÖ-Klubchef gehandelt
Das gute Abschneiden des BZÖ bescherte ihm ein Nationalratsmandat - und Spekulationen über weitere hohe Weihen, nämlich den Sessel des Klubobmanns im Parlament. "Die Belastbarkeitsgrenze ist dieser Tage bereits überschritten", sagte er dazu vor rund einer Woche unter Verweis auf seine vielen Ämter.

Tatsächlich wurde dann der Kärntner Abgeordnete Josef Bucher Klubchef.

"Haiders Vermächtnis fortführen"
Nun Haiders Vermächtnis fortzuführen, das "Werk weiterzutragen" ist sein erklärtes Ziel, das hat Petzer seit dem Unfall immer wieder betont. Politisch ist er ganz auf der Linie des Vorbilds: Einen Zuwanderungsstopp etwa hat er in der Vergangenheit gefordert, weitere zweisprachige Ortstafeln in Kärnten für nicht notwendig erachtet.

Workaholic und Udo-Jürgens-Fan
Wenig überraschend in Hinblick auf seine vielen Ämter gilt er als Arbeitstier. Privat kennt man den allzeit braun gebrannten Petzner - der sich die gesunde Farbe nicht nur im Sonnenstudio holt, wie er unlängst betonte - als locker und umgänglich.

Der Udo-Jürgens-Fan arbeitet an einer Diplomarbeit über den aus Kärnten stammenden Schlagerstar. Sorgfältig ausgewählte Outfits prägen sein Image. Denn: "Politiker können und dürfen auch gut aussehen", wie er einmal sagte.

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