Ihm folgt nun Herbert Scheibner nach - allerdings auch nur für ein paar Monate: Beim BZÖ-Konvent im April soll ein neuer Parteichef gewählt werden.
Zweite Enttäuschung nach Klubchefwahl
Petzner war bereits einen Tag nach dem Tod Jörg Haiders vom Parteivorstand einstimmig zum Nachfolger gekürt worden. Seine Wahl beim Parteitag galt damals als fix.
Er zog sich in der Folge allerdings mit äußerst emotionalen Medienauftritten, in denen er ausführlich über seine private Beziehung zu Haider sprach, parteiinternen Unmut zu. So wurde nicht er, sondern der Kärntner Josef Bucher Ende Oktober zum Klubchef gewählt.
"Wurde nicht abmontiert"
Der Beschluss, dass es jetzt auch mit dem Amt des Parteichefs nichts wird, sei am Mittwochabend im Vorstand einstimmig gefallen, heißt es im "Kurier". Petzner sprach in der ZIB von einem freiwilligen Wechsel.
Dass er wegen seiner umstrittenen Medienauftritte abgelöst wurde, dementiert er freilich: "Ich weiß, dass es nicht so ist. Ich wurde nicht abmontiert." Er werde nun den Landtagswahlkampf in Kärnten leiten, so Petzner. Für die kommende Wahl in Salzburg will er beratend zur Verfügung stehen.
Konzentration auf Wahlkampf
Petzner selbst begründete seinen Verzicht auf die Geschäftsführung damit, dass er sich eben voll auf die Wahlkampfleitung für die Kärntner Landtags- und Gemeinderatswahl konzentrieren wolle.
Die Entscheidung dafür habe er endgültig getroffen, als man in den vergangenen Wochen mit dem neuen Kärntner BZÖ-Chef Uwe Scheuch in den Bezirken unterwegs war. Dort sei dieser Wunsch mehrmals an Petzner herangetragen worden.
Scheuch als Favorit?
Nachfolger Scheibner sieht sich selbst als interimistischen Obmann und "Übergangslösung": Er will am Parteitag nicht kandidieren, habe bis dahin aber "alle Befugnisse eines Obmannes".
Als Favoriten gelten derzeit zwei Kärntner: Neben Klubobmann Bucher ist es vor allem Uwe Scheuch, wie auch Scheibner gegenüber der APA sagte.
Scheuch hatte unlängst bereits die Zukunft Petzners als Bündnisobmann demonstrativ offengelassen.
Petzner noch Obmann-Stellvertreter
"Es gibt eine Reihe von guten Leuten, die die Aufgabe wahrnehmen können", sagte Petzner zu einer möglichen Kandidatur als Bündnisobmann. Festlegen, ob er auch selbst dazugehöre, wollte er sich allerdings wieder nicht.
"Ich bin dort, wo meine Partei mich braucht", wiederholte er den bereits oft gesagten Satz. Petzner besteht auch darauf, dass er in seiner Funktion nicht zurückgetreten sei. Vielmehr habe er die Geschäfte an Scheibner übertragen und sei nach wie vor Obmann-Stellvertreter.
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