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McCain gesteht Niederlage ein
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| ©Bild: Reuters/Mike Blake |
Obama trat wenig später vor seine jubelnden Anhänger und sagte, er werde sein Wahlversprechen des "Wandels" erfüllen. Gerade sein Wahlsieg habe gezeigt, dass "in Amerika alles möglich" sei. Die Bewältigung der gegenwärtigen Probleme der USA werde jedoch ihre Zeit brauchen.
Triumphzug nach zittrigem Beginn
Nach eher knappen Wahlresultaten zu Beginn der Wahlnacht hatte Obama nach und nach in immer mehr der wichtigen "Swing-States" - Bundesstaaten mit "unberechenbarem" Stimmverhalten, etwa Ohio, New Mexico und Pennsylvania - gewonnen.
Aufgrund der unterschiedlichen Hochrechnungen der US-Sender ergaben sich vorerst noch voneinander abweichende Zwischenstände bei den Wahlmännern. Obama führte laut CNN mit 338, laut Fox mit 349 Stimmen vor McCain mit 163 bzw. 161. Insgesamt braucht es 270 von 538 Wahlmännerstimmen für den Wahlsieg.
Eindrucksvoller Sieg in Washington D. C.
Den eindrucksvollsten Sieg trug Obama in Washington D. C. davon: 93 Prozent der Wähler sprachen sich für den Demokraten aus, nur magere sieben Prozent stimmten für McCain.
Ebenfalls deutlich durchsetzen konnte sich der Demokrat in seinem Heimatstaat Hawaii (74 Prozent) und in Illinois, das er bisher als Senator vertrat (61 Prozent). Deutlich dominierte Obama auch in Vermont (67 Prozent), Rhode Island (63 Prozent), Delaware (62 Prozent), Massachusetts (62 Prozent) und New York (62 Prozent).
McCains Hochburgen
McCain gewann hingegen souverän in Wyoming (66 Prozent), Oklahoma (66 Prozent), Alaska (62 Prozent), Utah (62 Prozent) und Idaho (61 Prozent). In seinem Heimatstaat Arizona gaben 54 Prozent der Wähler McCain die Stimme.
Die "Zitterpartie"
Die Ergebnisse in den "Swing-States" bzw. "Battleground-States" zeigten, dass die Meinungsforscher diesmal mit ihren Prognosen durchwegs richtig lagen. Florida votierte ebenso wie Ohio mit nur 51 Prozent für Obama. Vor allem Florida galt als wahlentscheidend, da es viele Wahlmänner stellt.
Gute Prognosen für Kongresswahlen
Neben dem Präsidenten wählten die US-Bürger auch das Repräsentantenhaus sowie ein Drittel der Mitglieder des Senats. Auch dabei sah es nach ersten Hochrechnungen für die Demokraten gut aus. Im Senat haben sie demnach die absolute Mehrheit errungen.
Es sah jedoch danach aus, als würden die Demokraten nicht die "magische Zahl" von 60 Senatoren erreichen, die eine starke Kontrolle über diese Kammer des Kongresses mit sich bringen würde. Dann wäre für die Republikaner ein "Filibustern", ein Hinauszögern einer Entscheidung, nicht mehr möglich.
Rekordbeteiligung bei der Wahl
Vermutlich haben noch nie so viele Amerikaner an einer Präsidentschaftswahl teilgenommen wie diesmal. In Virginia etwa schätzten die Behörden die Wahlbeteiligung auf 75 Prozent. Von den 213 Millionen Wahlberechtigten haben sich 187 Mio. für die Wahl registrieren lassen.
Rund 40 Millionen der registrierten Wähler machten von der Möglichkeit der vorzeitigen Stimmabgabe Gebrauch. Bei der letzten Präsidentschaftswahl 2004 betrug die Beteiligung 60,7 Prozent - das war der höchste Wert seit 1968.
Obama ab 20. Jänner Präsident
Obama soll am 15. Dezember vom Wahlmännerkollegium offiziell zum Präsidenten gewählt und am 20. Jänner als 44. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt werden.
Finanzkrise half Obama
Er wird sein Amt inmitten einer der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrisen des Landes seit Jahrzehnten antreten. Der Krise verdankt der Demokrat offenbar aber auch seinen klaren Sieg. Nach den Umfragen trauten ihm die US-Bürger eher als McCain zu, die Krise in den Griff zu bekommen.
McCain hatte dagegen stark auf seine jahrzehntelange Erfahrung als Außenpolitiker gesetzt. Die Umfragen zeigten aber, dass der Militäreinsatz im Irak und der Anti-Terror-Kampf als Anliegen der Wähler durch die Wirtschaftsthemen stark in den Hintergrund gedrängt worden waren.
Hinweis
Der ORF berichtet umfassend über die Wahl - mehr dazu in programm.ORF.at. ZIB2-Moderator Armin Wolf berichtet zudem in seinem ZIB2-Tagebuch aus Washington laufend über die Ereignisse.
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