Neben der Regierung und dem Außenministerium dankte Fischer vor allem "dem Präsidenten von Mali, Amadou Toumani Toure, für seinen persönlichen Einsatz in der Sache", ebenso wie Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ), der sich "froh und erleichtert" zeigte.
Kanzler will Befreiten Ruhe gönnen
Gusenbauer sagte, dass die beiden Befreiten nach ihrer Rückkehr nach Österreich medizinisch versorgt werden. Er wünsche ihnen "ein wenig Ruhe, um die dramatischen Erlebnisse der Geiselhaft zu verarbeiten und mit ihren Familien ein Wiedersehen zu feiern".
Die "sinnlose Geiselnahme" hat laut Gusenbauer gezeigt, "wie leicht völlig Unbeteiligte zum Opfer terroristischer Aktivitäten werden können und wie wichtig ein enges und solides internationales Kontaktnetzwerk ist, um solche Krisen zu bewältigen".
Auch Plassnik dankt Toure
Auch Außenministerin Ursula Plassnik (ÖVP) dankte Toure und darüber hinaus vor allem dem nach Afrika entsandten Sonderbotschafter Anton Prohaska. Die Sicherheit und Unversehrtheit der beiden Entführten sei "in jeder Phase der Bemühungen im Mittelpunkt" gestanden.
Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) nahm das "glückliche Ende" einer "schrecklichen Zeit" für die Geiseln und ihre Angehörigen erleichtert zur Kenntnis und dankte ebenfalls allen an der Befreiung beteiligten Regierungskollegen.
Pröll verweist auf "gute Beziehungen"
ÖVP-Chef Erwin Pröll erklärte in einer Aussendung, er freue sich "in diesen Stunden mit Andrea Kloiber und Wolfgang Ebner sowie mit ihren Familien". "Besonderer Dank" gelte Plassnik und ihrem Team für deren unermüdlichen Einsatz in der Causa.
"Vor allem die guten Beziehungen Österreichs mit Afrika und der arabischen Welt haben entscheidend zu diesem positiven Ausgang beigetragen", zeigte sich Pröll überzeugt. Ähnlich äußerte sich Wolfgang Schüssel als nunmehriger Außenpolitiksprecher der ÖVP.
FPÖ und BZÖ sehen Aufklärungsbedarf
Kritisch zur Rolle der Politik in dem Fall äußerte sich die Opposition. Die FPÖ erklärte, es gebe "eine Vielzahl von Hinweisen auf Versagen der österreichischen Außenpolitik", denen man nachgehen werde. Die Umstände der Geiselnahme seien jedenfalls "mehr als ominös".
Das BZÖ forderte vom Außenministerium eine lückenlose Aufklärung über die Begleitumstände der Befreiung und wollte nicht ausschließen, dass es Pannen gegeben habe und die Entführer Lösegeld auf Kosten der Steuerzahler bekommen hätten.
Ferrero-Waldner beglückwünscht Plassnik
Auch EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner zeigte sich erfreut über das Ende des Geiseldramas. Sie beglückwünsche Plassnik "zu diesem diplomatischen Erfolg und danke allen an der Freilassung Involvierten", erklärte sie am Freitag in einer Stellungnahme in Brüssel.
"Ich freue mich sehr, dass die Tortur der Geiselhaft für die beiden Salzburger endlich vorüber ist", betonte die gebürtige Salzburgerin. "Hoffentlich können sie sich in den kommenden Tagen und Wochen von den Strapazen der monatelangen Haft erholen."
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