Psychologie-Professor Adrian North, der bei seiner dreijährigen Studie 36.000 Online-Fragebögen auswertete, sagte: "Wir haben immer einen Zusammenhang zwischen Musikgeschmack und Persönlichkeit vermutet. Nun haben wir das zum ersten Mal bis ins Detail festgestellt."
Fleißige Country-Hörer, kreative Jazzer
Weiters sind demnach Country-Fans fleißig, Menschen mit Vorliebe für Rap aufgeschlossen und Jazzer und Klassik-Fans kreativ sowie mit einem gesunden Selbstbewusstsein gesegnet. Wer auf Punk abfährt, dem fehlt dagegen angeblich meist Selbstbewusstsein und Sanftmütigkeit.
Dance-Freunde seien zwar aufgeschlossen, aber nicht sanft, ist North wiederum nach seiner Studie überzeugt. Laut seinen Angaben ist es die bisher größte Studie über Zusammenhänge von musikalischen Vorlieben und Charaktereigenschaften.
Projekt läuft weiter
Die Teilnehmer der Studie sollten mehrere Musikstilrichtungen bewerten und Aspekte zu ihrer Persönlichkeit angeben. Sie wurden jedoch nicht direkt nach ihren Eigenschaften befragt. Das Projekt läuft nach wie vor weiter, die Fragebögen sind online auszufüllen.
"Überraschend" waren für North vor allem die Resultate zu Metal-Fans: Entgegen dem Vorurteil, dass sie "depressiv und eine Gefahr für sich und die Gesellschaft sind", seien sie "in Wahrheit ziemlich zartbesaitete Geschöpfe", so North gegenüber der BBC.
Revolution für Marketing?
"Auffallend" sei, dass Heavy-Metal-Fans und Klassikliebhaber verwandte Seelen seien: "Beide sind kreativ, fühlen sich wohl in ihrer Haut und sind nicht besonders aufgeschlossen", meinte North. Das sollten sich Musikkonzerne zu Herzen nehmen, rät der Professor.
Ab nun wisse man, welche Art von Menschen welche Musik hörten, also "an wen man sie verkaufen muss". Seine Studie werde "offensichtliche Schlussfolgerungen für die Musikindustrie, die sich über sinkende CD-Verkäufe sorgt", haben, ist North überzeugt.
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