"Bessere Sicherheit für ein befreundetes Land"

Pentagon: Geschäfte sollen befeundeten Irak sicherer machen.
Während ein Abzug der US-Truppen aus dem Irak nach wie vor nicht absehbar ist, plant das Land bereits für die Zeit danach. Um auch eigenständig für "Sicherheit und Ordnung" sorgen zu können, setzt der Irak dabei nicht zuletzt auf eine starke Armee, die es allerdings erst aufzurüsten gilt.

Zum Zug kommen sollen vor allem US-Rüstungskonzerne, wobei laut Angaben des US-Verteidungsministeriums bereits Bestellungen im Gegenwert von rund 10,9 Milliarden Dollar (rund sieben Mrd. Euro) vorliegen sollen, wie der US-Nachrichtendienst Bloomberg berichtet.

Zuletzt orderte die irakische Regierung demnach 140 Panzer des Typs M1A1. Auf der Wunschliste befinden sich zudem leichte Panzerfahrzeuge, Raketen, Hubschrauber, Transportflugzeuge und Munition. Außerdem sollen US-Firmen beim Bau von Kasernen und anderer Infrastruktur für die irakischen Sicherheitskräfte zum Zug kommen.

Steigende Öleinnahmen
Wie das Pentagon am Freitag (Ortszeit) in Washington mitteilte, wurde der US-Kongress über die Bestellungen bereits informiert. Bezahlt werden sollen die angestrebten Waffenkäufe nach Ansicht von Beobachtern aus den steigenden Öleinnahmen.

"Befreundetes Land"
Die angekündigten Waffenkäufe sollen vor allem der Verbesserung der Sicherheitslage in dem "befreundeten Land" zugutekommen, wie aus der zuständigen Pentagon-Behörde Defense Security Cooperation Agency (DSCA) verlautete.

Der Nahost-Experte Antony Cordesman vom Zentrum für strategische und internationale Studien (CSIS) in Washington zeigte sich überzeugt, dass erst eine ausreichend aufgerüstete irakische Armee die Aufgaben der derzeit noch 140.000 US-Soldaten im Irak übernehmen könne.

Weitere Deals könnten folgen
Zugute komme der Waffendeal laut Cordesman auch der Beziehung zwischen den beiden Ländern. Das könnte auch in Zukunft der US-Rüstungsindustrie helfen - etwa durch die Bestellung von Kampfjets, mit denen in den nächsten Jahren eine neue irakische Luftwaffe aufgebaut werden soll.

Derzeit gibt es laut DSCA neben den Panzern Bestellungen für rund 400 leicht bewaffnete Fahrzeuge, 160 Panzerfahrzeuge und 156 Humvees. Zudem wurden 24 Bell-Helikopter und sechs C130J-Transportflugzeuge geordert.

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