Wie die Erstellung des ÖBB-Rahmenplans bis 2013 laut "Standard" zeigte, verteuern sich die geplanten Gesamtkosten für die Strecke zwischen Kufstein und Brenner von 1,933 auf 2,074 Milliarden Euro.
Das ÖBB-Management steht somit nun vor der Aufgabe, die offenbar bereits seit Februar bekannten Mehrkosten im Budget zu versorgen.
Bis zu 270 Mio. Euro
Es gehe laut ÖBB-Aufsichtsratkreisen insgesamt um Vorsorgen in Höhe von 260 bis 270 Mio. Euro. Diese müssten in der Bilanz 2008 untergebracht werden, was aufgrund des weiteren Wertberichtungsbedarfs bei den Veranlagungsgeschäften mit der Deutschen Bank (612,9 Mio. Euro) zu erheblichen Problemen führen werde.
Dass der Konzern heuer noch schwarze Zahlen schafft, werde dadurch immer unwahrscheinlicher.
Kritik des Rechnungshofs
Erst im Februar 2007 hatte der Rechnungshof die exorbitante Kostensteigerung bis 2005 gegeißelt, weil sie um 581 Mio. Euro über den 2001 bei der Übertragungsverordnung vorliegenden Prognosekosten lag.
Nach der Bahnreform im Jahr 2005 bei Erstellung des ersten ÖBB-Fünfjahresrahmenplans bis 2010 stellte sich heraus, dass in den ersten sechs Jahren nicht nur die Grundablösen deutlich teurer gewesen waren, sondern auch Planungs-, Projekt- und Baukosten sparsam kalkuliert und nicht valorisiert worden waren. In der Folge wurden die Kostenprognosen auf 1,933 Mrd. Euro nach oben revidiert.
Im Februar 2008, bei Erstellung des ÖBB-Rahmenplans bis 2013, war plötzlich klar: Es sind insgesamt 2,074 Mrd. Euro notwendig, weil sich die Kosten für den Abschnitt Kufstein - Baumkirchen von 73,1 auf 75,3 Mio. Euro und die Baukosten für die Strecke Kundl/Radfeld/Baumkirchen von 1,962 auf 1,987 Mrd. erhöhen werden.
Zudem würden laut "Standard" auch der Bau von Verknüpfungsstellen und die Modernisierung der Bestandsstrecke mit 11,5 statt 10,3 Mio. Euro teurer als geplant werden.
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