Weltweit starben im Vorjahr 2,1 Mio. Menschen an Aids. Am schlimmsten betroffen ist Afrika südlich der Sahara mit 22,5 Mio. Infizierten. Swasiland und Lesotho haben mit mehr als 25 Prozent aller Erwachsenen die höchsten Infektionsraten. Weltweit liegt die Rate bei 0,8 Prozent.
Viel zu wenige bekommen Medikamente
Die Zahl der weltweiten Neuinfektionen mit dem HI-Virus steigt nach Angaben der Vereinten Nationen zudem noch immer schneller als die Zahl derer, die eine Therapie beginnen. 2007 lag ihre Zahl bei einer Million - mit einem großen Schwergewicht auf Patienten in westlichen Industriegesellschaften.
Wenn nicht rasch deutlich mehr Menschen Zugang zu derartigen Medikamenten erhielten, werde die Belastung ganzer Gesellschaften durch Aids weitersteigen, betonte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon im Juni im Zuge einer UNO-Debatte über Aids-Vorbeugung in New York.
Vergessene versteckte Auswirkungen
Die Auswirkungen und der Umfang der Krankheit sind zudem noch größer, als es die unmittelbaren Zahlen ausdrücken. So verweist die UNO darauf, dass Menschen mit einer HIV-bedingten Schwächung des Immunsystems ein 50-mal höheres Risiko als andere haben, an Tuberkulose zu erkranken.
Der derzeitige Zustand sei "nicht hinnehmbar", sagte Ban. Auf der Konferenz herrschte Einigkeit darüber, dass das ursprüngliche Ziel, bis zum Jahr 2010 allen Betroffenen Zugang zu adäquater Behandlung und Pflege zu garantieren, nicht mehr zu erreichen ist.
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