Bisher noch keine Spuren der Krise

Erstes Halbjahr verlief für den Autohandel positiv: über 230.000 Fahrzeuge neu zugelassen.
Egal ob Konstrukteure oder Zulieferer: Derzeit sieht die gesamte Fahrzeugindustrie keiner besonders rosigen Zukunft entgegen. Auf der einen Seite klettern die Preise für Stahl und Co. auf Höchstniveaus, auf der anderen schauen die Kunden wegen der grassierenden Konjunkturängste eher auf ihr Geld.

Dennoch: Auf dem österreichischen Kfz-Markt haben Wirtschaftsabschwung und steigende Treibstoffpreise zumindest im ersten Halbjahr 2008 noch keine allzu deutlichen Bremsspuren hinterlassen. Insgesamt wurden 233.398 Kraftfahrzeuge neu zum Verkehr zugelassen - um 3,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs.

"Zuschlagen", bevor es noch teurer wird
Im internationalen Vergleich schert Österreich hier durchaus aus: In den USA etwa brach der Automarkt im ersten Halbjahr zum zehn Prozent ein.

©Bild: APA/Walter Longauer
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Hierzulande dagegen legte der Pkw-Markt um 2,5 Prozent (4.087 Fahrzeuge) zu, die Zahl der neu zugelassenen Lkws stieg laut Statistik Austria um 13,1 Prozent an. Positiv auf den Markt dürften sich insbesondere Vorziehkäufe wegen der Erhöhung der Normverbrauchsabgabe (NoVa) mit Anfang Juli ausgewirkt haben.

NoVa neu und Bonus-Malus-System
Insgesamt seien im Juni 46.980 Kraftfahrzeuge zugelassen worden, teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Bedingt durch die neuen Verbrauchs- und Abgasvorschriften (NoVA neu, CO2-Bonus-Malus-System sowie Stickoxidbonus) per 1. Juli nahm die Zahl der Personenkraftwagen mit insgesamt 34.713 Stück um 10,8 Prozent (plus 3.389 Stück) zu.

VW weiter Spitzenreiter
Nach Marken stand laut aktuellen Daten im ersten Halbjahr VW mit einem Anteil von 15,6 Prozent an den Neuzulassungen weiterhin an der Spitze.

Die Neuzulassungen von Pkws mit Benzinantrieb (Anteil von 42 Prozent) stiegen der Statistik zufolge um 8,2 Prozent. Bei Dieselfahrzeugen (Anteil von 57,6 Prozent) gingen sie dagegen leicht (um 1,5 Prozent) zurück.

Der Markt für Lastkraftwagen und landwirtschaftliche Maschinen legte um fast acht bzw. vier Prozent zu.

Weniger ist mehr - bei Motorrädern
Der Zweiradmarkt entwickelte sich dagegen unterschiedlich: Bei Motorfahrrädern und Motorrädern gab es Rückgänge von 1,8 bzw. 2,3 Prozent, der Markt für Leichtmotorräder legte um 7,5 Prozent zu.

Im Vergleich der Top-Ten-Pkw-Marken folgen hinter VW mit dem genannten Anteil von 15,6 Prozent Opel (minus 6,7 Prozent Zulassungen) und Ford (plus 11,4 Prozent).

Markenvergleich: Renault am Aufholen
Den stärksten Anstieg bei den Neuzulassungen verzeichneten Renault (plus 17,6 Prozent), Fiat (plus 16,1 Prozent) und Mercedes (plus 13,6 Prozent). Rückgänge waren unter anderem bei Audi (minus 8,1 Prozent), Opel (minus 6,7 Prozent) und Peugeot (minus 2,4 Prozent) zu beobachten.

Nach Monaten wurden im Februar mit plus 10,9 Prozent die meisten Kfz-Neuzulassungen registriert - im März gab es einen relativ starken Rückgang von über acht Prozent.

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