Bei Renault und Peugeot sind die Kombimodelle zum Clio bzw. 207 stark im Volumen gewachsen. Citroen legt jetzt mit seiner Picasso-Serie, die es nicht nur beim C4, sondern auch beim C3 geben wird, kräftig nach.
Variabler Raum und sparsam
Gesucht ist das sparsame Familienmodell, das mit variablem Innenraum die unterschiedlichsten Transporterfordernisse erfüllen kann, zugleich stadttauglich ist (also zum Einparken eine geringe Länge und damit auch knappen Radstand hat) und auch wenig Benzin verbraucht.
Bisher gab es ja den Trend, Lieferautos zu Familienvans umzufunktionieren. Auch hier reißen vom VW Caddy über den Peugeot Partner Teepee bis hin zum Fiat Fiorino die Modellvariationen nicht ab.
Der Roomster von Skoda war der Versuch, die Lieferwagenversion zunächst zu überspringen und gleich das Familienmodell anzubieten. Freilich sind manchen Familien diese Autos schon eine Spur zu klobig, obgleich sie natürlich ein ungeheures Platzangebot bieten.
Kompakter und trotzdem groß
So liegt also für Autobauer der Versuch nahe, den Van ein bisschen kompakter zu machen. VW hat mit seiner Plus-Version des Golf ebenfalls gezeigt, wie rasch man mit einem reinen Mehr an Höhe (nämlich zehn Zentimeter) eine neue Raumökonomie schafft. Wer in den Autos höher sitzt, braucht in der Länge weniger Platz. Und dieser Platz kann, gerade bei einer variablen hinteren Sitzbank, für mehr Volumen im Kofferraum genutzt werden.
Beim neuen Citroen C3 Picasso hat man sich recht klar an den Raumvorgaben eines Modells wie dem Meriva orientiert: Das Auto ist mit 1,73 Metern recht schmal und mit 4,08 Metern gerade noch in der kompakten Kleinwagenlänge. Allerdings liegt die Höhe mit 1,62 Metern sogar über der des Golf Plus.
500-Liter-Kofferraum
Innen kommt man je nach Stellung der Rückbank auf einen Kofferrauminhalt zwischen 385 und 500 Litern - und bei umgeklappten Bänken auf 1.500 Liter Fassungsvermögen.
Die kantigen Formen bringen gegenüber den Kombis aus der Kleinwagenklasse auch für die Rückbänkler, wie man das beim Opel Meriva kennt, eine neue Kopffreiheit.
Plattform mit Peugeot
Motorisch ist man bei Citroen aufgrund der gemeinsamen Plattform mit Peugeot gut dabei. Bei den Abgas- und Verbrauchswerten kann man sich am Peugeot 207 orientieren, mit dem man die Motorisierung teilt. An Motoren stehen zwei Benziner (95 oder 120 PS) sowie zwei Diesel mit 90 und 110 PS zur Wahl.
Allerdings wird, wer mit den höheren Kleinmobilen unterwegs ist, eine Erfahrung machen: Der Luftwiderstand der neuen Raumwunder ist deutlich größer - und das schlägt sich leicht auf den Verbrauch. Aber auch hier wird sich zeigen: Wer den Gasfuß sparsam einsetzt, wird auf eine ordentliche Verbrauchsbilanz kommen.
Links: