"Wir sollten in der gesamten Partei alles tun, um diese Chance zu ermöglichen", sagte etwa Sozialminister Erwin Buchinger am Mittwoch vor dem Ministerrat. Nun gelte es, die soziale Handschrift den Menschen noch besser näherzubringen.
Buchinger-Kritik am Koalitionspartner
Zum derzeitigen Streitpunkt Pensionsautomatik und den geforderten Nachbesserungen der SPÖ sagte Buchinger: "Die ÖVP wäre gut beraten, diese inhaltlichen Änderungen aufzunehmen." Zur Weigerung des Koalitionspartners, die SPÖ-Wünsche zu berücksichtigen, sagte der Sozialminister, hier siege Taktik über Inhalte.
Darabos-Lob für Faymann
Auch Verteidigungsminister Norbert Darabos verteidigte die Doppelspitze. Er ist überzeugt, dass es mit dem neuen geschäftsführenden Parteichef Werner Faymann gelingen werde, das soziale Profil der SPÖ zu schärfen.
Denn Faymann sei ein "zutiefst sozialdemokratischer Mensch" - da werde der eine oder andere, der jetzt versuche, Faymann als Pragmatiker "abzustempeln", noch eine "positive Überraschung" erleben, so Darabos. Er wurde, wie er beteuerte, nicht gefragt, ob er in seine frühere Funktion als Bundesgeschäftsführer zurückkehren möchte.
Voves: "Durchaus eine Dauerlösung"
Der steirische SPÖ-Chef Landeshauptmann Franz Voves glaubt, dass das neue Führungsmodell nicht nur kurzfristig Bestand hat: "Ich glaube, das kann durchaus eine Dauerlösung werden. Ich war, als wir die Diskussion im Präsidium gestartet haben, nicht sofort dafür, eher für die Trennung. Aber mir ist dann auch klar geworden, dass es sehr an den Personen liegt, die diese Doppelfunktionen bekleiden" - mehr dazu in oesterreich.ORF.at.
Link: